Blog 12 – 06/19 – Von anderen Lernen

Blog 12 – 06/19 – Von anderen Lernen

Der Juni 2019 war für uns voller neuer Erkenntnisse. Neue Einblicke in die Erkrankung Parkinson, sowie den Umgang damit und vor allem die Bestätigung unserer eigenen Arbeit haben die letzten Wochen dominiert.

Bewegungsakademie – Parkinson Gang

Direkt zu Beginn des Monats waren wir als mit-Initiator Teil der ersten Bewegungsakademie in Darmstadt mit dem Thema Parkinson Gang. Die Akademie ist ausgelegt als Lern- und Lehrraum, in dem sich ExpertInnen verschiedener fachlicher Hintergründe zu Bewegungsthemen austauschen.

Im schönen Umfeld des Jagdschlosses Kranichstein fanden wir uns also gemeinsam mit ProfessorInnen, TänzerInnen, Physio- und PsychotherapeutInnen und Parkinsonerkrankten zusammen und diskutierten über Themen rund um Parkinson. Der Austausch in interdisziplinären Teams mit geballter Expertise auf engem Raum war für uns eine bisher einmalige Erfahrung. Die Bewegungsakademie hat uns in diesem Sinne neue Einblicke in Parkinson und den Umgang damit verschafft und vor allem ermöglicht wertvolle Kontakte zu ExpertInnen aus für uns bislang fachfremden Bereichen zu knüpfen.

Aufbau der Bewegungsakademie

Anti-Freezing Tests

Noch in der ersten Juniwoche konnten wir außerdem mit unseren Protoypen erste Anti-Freezing-Tests mit einer Parkinsonpatientin durchführen.

Freezing ist eines der einschränkensten Probleme bei Parkinson. Darunter versteht man eine Starre, in die Betroffene vor allem in engen Räumen oder beim Starten von Bewegungen verfallen. Das Freezing tritt bei einigen Parkinsonerkrankten auch trotz eingestellter Medikation auf und kann dann nur durch sogenannte Cueing-Strategien durchbrochen werden. Solche Cueing-Signale, wie Lichtschranken auf dem Boden, akustische Signale oder zu übertretende Barrieren sollen helfen Schritte zu initiieren.

Wir wollen mit dem Biofeedback in unserer Sohle ebenfalls ein solches Cueing-Signal bieten und haben genau das in einem Test geprüft. Im Lauflabor der TU Darmstadt haben wir dazu gezielt Freezing bei einer Betroffenen provoziert und daraufhin versucht, es durch manuell ausgelöstes Biofeedback zu lösen.

Das Ergebnis ist hier zu sehen:

Wir freuen uns riesig über die erfolgreichen Tests und arbeiten weiter hart daran, dies nun auch in unser finales Produkt zu implementieren.

Sonstiges

Die darauffolgenden Wochen werteten wir die Patientinnentests aus, führten weitere Gespräche mit möglichen Investoren und Produktionspartnern und starteten mit der Entwicklung der nächsten Generation Prototypen.

Wieder einmal geht also ein erfolgreicher Monat zu Ende. Was diesmal bleibt ist die Bestätigung, dass es immer Neues zu lernen gibt. Gerade die Gespräche und die Tests mit den Betroffenen und anderen ExpertInnen sind mehr wert als jede Brainstorming Session im Team. Das sind die Situationen, in denen wirklich Fortschritt gemacht wird!

Blog 11 – 05/19 – eventreicher Alltag

Blog 11 – 05/19 – eventreicher Alltag

Nach den Messe- und Messungslastigen Monaten März und April starteten wir nach Ostern in die zweite Aprilhälfte mit einem dreitägigen Coaching. Bei einer Unternehmensberatung ließen wir uns im Bereich der Geschäftsmodellentwicklung beraten. Wir wendeten uns bis dahin unbekannte Methoden an und entwickelten Konzepte für neue Geschäftsmodelle. All das hat uns gezeigt, dass ein Businessplan für ein Startup ein nie komplett abgeschlossener Prozess ist. Gerade am Finanzplan und den Möglichkeiten zur Monetarisierung haben wir im Nachgang nochmal intensiv angesetzt.

Ein weiterer großer Schritt für uns stellten im Mai Meetings mit potenziellen Produktionspartnern dar. Sowohl mit Produzenten von Elektronik, als auch mit Herstellern orthopädischer Einlegesohlen, trafen wir uns für einleitende Gespräche.

Natürlich durften auch im Mai die obligatorischen Pitch-Veranstaltungen nicht fehlen: Beim Startup Pitch der Konaktiva, beim Technology Slam von Science4Life, sowie bei einem weiteren Investoren-Pitch in Frankfurt konnten wir uns wieder vor Interessierten und potenziellen InvestorInnen präsentieren.

Ein weiterer für uns enorm wichtiger Termin war ein halbtägiges Coaching im Bereich Arbeitsorganisation. Dabei entwickelten wir unser tägliches Arbeiten weiter und arbeiteten an den Strukturen zum Austausch von Informationen, zur Dokumentation unserer Arbeit und zur besseren Planung und Vorbereitung von Terminen

Auf der REHAB Messe in Karlsruhe hatten wir endlich Mal wieder die Möglichkeit, mit einer Vielzahl an PatientInnen und TherapeutInnen auf einem Fleck zu sprechen. Wir lernten viel über weitere Anwendungsmöglichkeiten unseres Produkts, starteten neue Marketinginitiativen (Uns gibt es jetzt bei Instagram: @novapace_training) und knüpften neue Kontakte.

Nach der Messe gönnten wir uns einen Tag Pause mit einer Wanderung im Karlsruher Umland und fuhren dann weiter nach Mainz zu einem der regelmäßigen Treffen einer Selbsthilfegruppe für Betroffene von Parkinson. Die Produktvorstellung und das anschließende Feedback der Gruppe hat uns nochmals einen Schritt weiter in Richtung eines sinnvollen Endprodukts gebracht.

Auch Gespräche mit Investoren bahnten sich immer mehr an. So kam es schon Mal vor, dass wir drei Investorengespräche in vier Tagen hatten. Viel Vorbereitung, viel Nachbereitung, viel Input von Seiten der Investoren und natürlich auch viel Output von unserer Seite.

Den Monatsabschluss machten wir in einem Treffen mit Vertretern der Hochschule Bremen. Dort haben sich nach der einleitenden Studie letztes Jahr in diesem Jahr sechs Studierende der Therapiewissenschaften zusammengefunden, die unsere Prototypen in einer Projektstudie gemeinsam mit ParkinsonpatientInnen Alltagstests unterziehen werden. Das motivierte Team kennenzulernen hat auch uns nochmal weiter motiviert.

Und wie geht es in den nächsten Wochen weiter? Anfang Juni findet in Darmstadt die erste Bewegungsakademie zum Thema Parkinson-Gang mit uns als mit-Initiator statt. Direkt im Anschluss testen wir im Labor die Möglichkeit, des Freezing-Durchbrechens mit unserer Sohle, vorab mit einer Betroffenen. Es bleibt also weiterhin spannend…

Blog 10 – 04/19 – Zwischen Messen und messen

Blog 10 – 04/19 – Zwischen Messen und messen

Zu allererst die gute Nachricht: Die Patentanmeldung ist eingereicht und wir warten nun auf die Antwort der Recherche.

Und nun die bessere Nachricht: März und April waren durchweg erfolgreich für novapace. Der März begann direkt mit zwei parallel laufenden Veranstaltungen. Patrick vertrat das Team beim Pitch Marathon in Berlin während Lukas und Simon auf dem deutschen Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen den Messestand von novapace betreuten.

Beide Veranstaltungen waren für uns sehr erfolgreich: Beim Pitch Marathon in Berlin konnten wir uns mit 41 weiteren Startups messen und erhielten als Sonderpreis eine Einladung zum HLaN Meetup, einer Veranstaltung zur Kontaktaufnahme für Startups und Krankenkassen. Außerdem wurde uns ein Gutschein für eine teilweise Kostenübernahme für klinische Studien ausgestellt!

Patrick bei der Preisverleihung des Sonderpreises

Auch beim Deutschen Parkinson Kongress in Düsseldorf, unserer ersten Messe als Aussteller, konnten wir Erfolge feiern. Die Rückmeldungen der Verbände der Parkinson-Selbsthilfegruppen waren durchweg positiv und auch ÄrztInnen, Physio- und ErgotherapeutInnen waren durchweg interessiert. Wir erhielten viele hilfreiche Denkanstöße, Ideen und Tipps und sind bereits in Folgegesprächen für mögliche Studien.

Simon in Gesprächen beim Deutschen Parkinson Kongress

Auch die Fachvorträge waren enorm hilfreich um ein besseres Veständnis für die Erkrankung, weitere Anwendungsmöglichkeiten unseres Produktes und auch die aktuelle Forschung in diesem Bereich zu erhalten.

Weiter ging es direkt in der folgenden Woche beim Cashwalk in München. Dort konnten wir neben unserem Pitch und dem Austausch mit weiteren Startups auch Kontakte zu Investoren knüpfen, mit denen wir inzwischen auch in vertiefende Gespräche eingestiegen sind.

In der darauffolgenden Woche ging es für Lukas und Simon nach Berlin zum Intensiv-Workshop und der Preisverleihung von Science4Life. Dort wurden wir vorab als eines von 20 Finalistenteams von einer Fachjury ausgewählt. In einem halbtägigen Einzel-Coaching und einem halbtägigen Workshop wurden uns in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet und strategische Fragen diskutiert. Das anschließende abendfüllende Event in der hessischen Landesvertretung zur Preisverleihung war dann ebenfalls für uns von Erfolg gekrönt und wir gingen stolz als einer der Preisträger wieder nach Hause.

Simon und Lukas bei der Prämierung des Science4Life Venture Cups in der Konzeptphase
Lukas und Simon beim Networking

Im Anschluss an das Nachbereiten der vielen Veranstaltungen ging es in der letzten Märzwoche dann endlich wieder an die Produktentwicklung. Und was sollen wir sagen…nachdem wir uns selbst mit anderen Startups gemessen haben und erste Erfahrungen als Aussteller auf Messen sammeln konnten, kann nun auch der aktuelle Prototyp der novapace-Einlegesohle Druckverteilung und Fußbewegungen im Raum messen.

Inzwischen haben wir die Elektronik in einer flexiblen Platine umgesetzt, sodass wir die Basis für eine kompakte Sohle gelegt haben.

Weiter mit Messen ging es in der ersten Aprilwoche in Hannover auf der Hannover Messe. Dort konnten wir uns als Aussteller über fünf Tage im Gemeinschaftsstand hessischer Hochschulen der Öffentlichkeit präsentieren. Neben namhaftem Besuch, wie dem parlamentarischen Staatssekretär Dr. Michael Meister, konnten wir uns auch beim Science Square vorstellen, mit potenziellen Produktionspartnern sprechen und viele Interessante Gespräche und Diskussionen führen.

Das gesamte Team in ein Gespräch vertieft

Nach einiger Nachbereitung, einem Sprint zur Fertigstellung unseres Businessplans für die nächste Phase des Science4Life-Venture Cups und einem weiteren Coaching geht es für uns nun in die kurze Osterpause.

In der hoffnungsvollen Zuversicht, auch im April wieder messbare Erfolge vorweisen zu können: Vielen Dank für’s Lesen und bis dann!

Blog 9 – 03/19 – Der vielseitige Alltag

Blog 9 – 03/19 – Der vielseitige Alltag

Wie in den letzten Monaten schon angedeutet, standen im Februar vier große Themen auf unserer Liste:

  • Patentanmeldung
  • Wettbewerbe und Investments
  • Messen und Kongresse
  • Produktentwicklung

Zusätzlich dazu hatten wir Anfang Februar unsere Zwischenpräsentation zum EXIST-Gründerstipendium. Dabei stellten wir vor Vertreterinnen von HIGHEST, dem Gründungszentrum der TU Darmstadt, einem Wirtschaftspaten und einer Vertreterin der Barmer Krankenkasse unser Projekt vor und erhielten wertvolles Feedback.

Patentanmeldung

In Bezug auf die Patentanmeldung sind wir inzwischen so weit, dass wir den Stand der Technik ausführlich recherchiert und in Zusammenarbeit mit unserem Patentanwalt ausgearbeitet haben. Daraus abgeleitet erarbeiteten wir zurzeit gemeinsam mit dem Patentanwalt die Patentansprüche und die Beschreibung. Voraussichtlich innerhalb der nächsten 14 Tage werden wir dann die Anmeldung fertigstellen.

Finanzierung

Zur Finanzierung zählen wir bei uns intern neben dem Thema Investments auch die im Januar recherchierten Wettbewerbe und Accelerator-Programme, da sie uns über das meist gut ausgebaute Netzwerk Zugang zu möglichen Investments bieten. Gerade diese Wettbewerbe meist auch mit Veranstaltungen verknüpft sind, sind sie für uns so interessant.
Umso mehr freuen wir uns, dass wir die Top20 im Science4Life Wettbewerb in der Konzeptphase erreicht haben und zu einem Coaching in Berlin im März eingeladen wurden.
Parallel zum Deutschen Parkinson Kongress in der ersten Märzwoche sind wir außerdem beim Pitch Marathon in Berlin vertreten, wo wir vor Investoren und einer Jury pitchen.
Auch zum Cashwalk in München wurden wir eingeladen, einem Event, bei dem wir unser Unternehmen vor über 80 Investoren vorstellen. Parallel läuft außerdem das Polar Bear Pitching in Finnland, bei dem wir ins Halbfinale eingezogen sind. Leider mussten wir uns für eine der beiden Veranstaltungen entscheiden und werden zum Cashwalk nach München fahren.

Neben all diesen Events trafen wir uns im Februar auch mit Vertretern des High-Tech Gründerfonds und der Business Angel Frankfurt-Rhein-Main zu ersten Einführungs- und Informationsgesprächen, unter anderem im Rahmen der Aufschwung-Messe und konnten dort hilfreiches Feedback einholen und uns auf das nächste Pitch-Event im April vorbereiten.

Der Deutsche Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen

Das Event, auf das wir schon lange hinarbeiten rückt nun immer näher. Das Programm sieht vielversprechend und interessant aus, wir haben bereits mögliche Gesprächspartner kontaktiert und unser Messestand ist vom Aufsteller über ein App-Mockup bis hin zu Flyern und einer Vitrine geplant und vorbereitet.

Wir freuen uns riesig und sind gespannt, welche neuen Einblicke in die Parkinsonerkrankung selbst es gibt, welche Neuheiten im Bereich von Therapie und Medikation für Betroffene aufkommen und welche Rückmeldung wir zu unserer Entwicklung erhalten.
Infos zum Verlauf der Veranstaltung und unserem Messestand gibt es natürlich auch bei Facebook, Twitter und LinkedIn.

Produktentwicklung

Und als wäre das alles nicht genug zu tun, wollen wir ja auch noch ein ideales Produkt entwickeln. Hier konnten wir im Februar große Erfolge feiern und haben unsere nächste Prototyp-Generation technisch fertiggestellt. Nun arbeiten wir am Fein-Tuning und lösen durch ständige Tests schrittweise verschiedenste Teilprobleme nach dem Vorbild eines „Lean-Startups“.

Sonstiges

Doch was wäre ein vielseitiger Monat ohne sonstige Themen. Spannende Termine, wie z.B. ein Kennenlernen der Zühlke Gruppe, die vielseitige Dienstleistungen von der Produktentwicklung bis zur Zulassung anbieten, die schon angesprochene Aufschwung Messe, ein Treffen mit dem Leiter des Sanitätshauses Behrmann in Darmstadt, der uns viele unserer brennenden Fragen beantworten konnte oder konkretisierende Gespräche bezüglich möglicher gemeinsamer Studien mit dem Oberarzt der Neurologie in Frankfurt. All das und noch viel mehr machte den vielseitigen Alltag im Februar aus.

Blog 8 – 02/19 – Neues Jahr, erneuerte Strukturen

Blog 8 – 02/19 – Neues Jahr, erneuerte Strukturen

Nachdem sich das Jahr 2018 nach turbulentem Oktober und November im Dezember erwartungsgemäß etwas entschleunigte, ging es im Januar wieder richtig los: Ein lehrreiches Coaching, unser Prototyp befindet sich auf der Zielgeraden, die Patentanmeldung nimmt richtig Fahrt auf und die Termine für die Wettbewerbsanmeldungen im Jahr 2019 festigen sich nach und nach.

Nach einer kurzen Anlaufphase starteten wir in der zweiten Januarwochen direkt mit einem Coaching, Eigentlich wollten wir uns zum Thema SCRUM coachen lassen, einem aus der Software-Entwicklung stammenden Prinzip für Arbeitsorganisation und Projektmanagement. Unser Coach ist dann allerdings so stark individuell auf uns und unsere teaminternen Baustellen eingegangen, dass uns das Coaching weitaus mehr gebracht hat als ein stupider SCRUM Workshop es jemals hätte können: Vieles machten wir schon vor dem Coaching richtig, doch einige Kleinigkeiten boten deutliches Optimierungspotienzial. So haben wir uns auf neue Kommunikationsregeln in Zusammenhang mit Whatsapp, Slack, Trello und Skype geeinigt, wir restrukturierten unser Trello-Board und unseren Slack Channel und nahmen so ziemlich jeden Vorschlag des Coaches dankend auf.

(kurzes Vorwegnehmen an dieser Stellen: Bisher läuft es sehr gut und die angepassten Strukturen unterstützen uns im Arbeitsalltag enorm)

Neben den neuen Strukturen bot uns der Januar vor allem eines: neue Wettbewerbe! Wir investierten einige Zeit in die Suche, das Sortieren und Auswählen passender Wettbewerbe für uns. Von Pitch-Terminen vor Publikum oder Investoren über Wettbewerbe mit Preisgeldern bis hin zu Accelerator-Programmen haben wir in so ziemlich jeder Kategorie Bewerbungsfristen und Anforderungen gesammelt. Die Vorarbeit ist nun also getan, die Anmeldungen können beginnen…

Blog 7 – 01/19 – ein Rückblick auf 2018

Blog 7 – 01/19 – ein Rückblick auf 2018

Es ist Januar 2019 und damit Zeit, ein bisschen zurückzublicken: Wo stehen wir eigentlich? Was haben wir bisher erreicht? Was steht an in den nächsten Monaten?

Das Jahr 2018 war vor allem eines: neu. Alle drei im Team haben wir unser Studium erfolgreich abgeschlossen und sind im Gegensatz zu den meisten unserer Freunde in das Projekt Selbstständigkeit gestartet. Vieles aus dem Studium konnten wir nutzen um uns zurecht zu finden, das meiste allerdings war für uns alle neu. Die Arbeit muss sich erst einmal einpendeln, was im Zusammenhang eines Startups nicht bedeutet, dass sich ein ruhiger Alltag einstellt; viel mehr bedeutet es, dass ein ständiger Wandel zum Standard wird.

Diesen Wandel nicht als Stress, sondern als tägliche Herausforderung für das Team und einen selbst zu sehen und daran zu wachsen, das ist das, worauf wir alle gemeinsam stolz sind.

Wie schon erwähnt, möchten wir an dieser Stelle nochmal erklären, wie wir eigentlich dort angekommen sind, wo wir heute stehen:

Wir haben uns als Team zusammengefunden, wurden Freunde, verteilten Verantwortlichkeiten, verteilten Aufgaben, verteilten Aufgaben neu, arbeiteten zusammen und an verschiedenen Orten und hatten letztendlich auch Erfolge, die nach außen hin sichtbar sind:

Nach der Idee von Patrick Ende des Jahres 2016 erreichte er beim TU Darmstadt Ideenwettbewerb 2017 den 3. Platz und schrieb 2018 seine Masterarbeit zur Modellierung der Posturalen Kontrolle bei Morbus Parkinson. Mitte 2018 starteten wir eine Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit unseres Prototyps in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen. Im August gewannen wir den Information Technology Award bei der Virginia Tech Global Entrepreneurs Challenge in den USA. Anschließend startete unser EXIST-gefördertes Jahr im September. Im November erreichten wir dann den 2. Platz beim Innovators Award des Elektronikkonzerns Arrow.

Auf all das sind wir sehr stolz. Und doch sind wir noch nicht so weit, wie wir gerne wären. Vieles läuft gut, aber manches fehlt eben auch noch. Wir als Team funktionieren, die laufenden Themen Patentierung, Finanzierung und Produktentwicklung sind noch weit entfernt davon, sie als beendet zu sehen. Im Sinne des oben angesprochenen Wandels: Es geht weiter voran!

Wir möchten an dieser Stelle unseren FreundInnen, Bekannten, Familien und weiteren UnterstützerInnen danken und wünschen uns, dass das Jahr 2019 genauso gut weiter läuft wie 2018.

Blog 6 – zwischen Events und Alltag

Blog 6 – zwischen Events und Alltag

Nach den Coachings und Workshops im Oktober ging der November mit ähnlichem Tempo weiter. Am ersten Freitag des Monats war Simon in Kassel beim Pitch Club Workshop, dessen Teilnahme wir im Rahmen des Finaleinzugs des Hessen Ideen Wettbewerbs gewonnen hatten. Hier wurde uns erneut bewusst, wie wenig ausgereift unser eigenes Pitch-Deck, also unsere Präsentationsfolien sind. Da diese Folien meistens mit dem Erstkontakt gegenüber Interessenten und InvestorInnen verknüpft sind, sollten sie eine gewisse Professionalität ausstrahlen und gleichzeitig alle wichtigen Informationen überbringen. Dementsprechend waren einige Aufgaben für die folgenden Tage/Wochen schon klar und vor allem deutlich akuter als wir es bis dahin auf dem Schirm hatten.

Während wir also unser Pitch Deck überarbeiteten und am nächsten Prototyp entwickelten, kamen zwei Veranstaltungen immer näher: der health-i Award und der Arrow Innovators Award.

Zum health-i Award von Techniker Krankenkasse und Handelsblatt waren wir als eines der Finalteams in unserer Kategorie eingeladen. Simon setzte sich also in den Zug nach Berlin und begab sich für einen sehr schicken und kurzweiligen Abend ins Berliner-Gesundheits-Netzwerk. Hier konnten einige enorm wichtige Kontakte geknüpft, neue Einblicke gewonnen und hilfreiches Feedback gewonnen werden.

Zeitgleich waren Patrick und Lukas in Neu-Isenburg beim Arrow Innovators Award und vertraten novapace im dazugehören Wettbewerb. Auch hier konnten wir enorm wichtige Kontakte im Bereich der Mikroelektronik knüpfen und vertiefen und zusätzlich dazu den 2. Platz erreichen!

 

Weiter ging es am 15.11. beim Hessen Ideen Abschlussabend in Frankfurt. Dort pitchte Patrick und erhielt erneut positives Feedback zu unserer Idee und der Umsetzung, sowie zum fortgeschrittenen Stand der Entwicklung.

Gegen Ende des Monats, am 28.11. pitchte dann Simon im Rahmen des 17. Pitch Clubs in Frankfurt. Auch hier nahmen wir aufgrund unserer Finalistenstellung bei Hessen Ideen teil und konnten neben Ideen und Feedback auch mit potenziellen Investoren reden. Auch mit Mediengestaltern konnte erster Kontakt für mögliche Crowdfunding-Kampagnen aufgebaut werden.

Blog 5 – Workshops und Events

Blog 5 – Workshops und Events

So langsam nimmt alles richtig Fahrt auf. Im Oktober waren wir viel unterwegs. Waren bei Coachings, Workshops und bei verschiedenen Veranstaltungen.

Angefangen mit dem EXIST-Gründerseminar in München mit einem starken Fokus auf teaminterne Fragestellungen statt auf die sonst üblichen produkt- oder marktbezogenen Themen. Als Einstieg war das Seminar super weil es uns einen neuen Blick auf einige Dinge gegeben hat und uns in vielen anderen Aspekten in unserer Arbeit bestätigte. Nachdem wir dann den als Igenieur fast unvermeidbaren Besuch im Deutschen Museum abgehakt hatten, ging es direkt nach Frankfurt zu einem Seminar über Venture Capital Verträge. Für uns drei war Venture Capital bis zu diesem Termin ein ziemlich unbeschriebenes Blatt, sodass das Seminar uns einen guten ersten Einblick bot und uns entsprechend für die auf uns zukommenden Aufgaben sensibilisierte.

Danach konnten wir dann auch nach längerer Wartezeit endlich unser Büro beziehen. Also schnell mal die Laptops und Bildschirme abgeholt und ins TIZ gebracht.

Nach ein paar Meetings mit Mentoren und Professoren ging es dann am Montag, den 22.10. ab zum HIGHEST Startup and Innovation Day der TU Darmstadt im Darmstadtium, wo wir unseren eigenen Stand betreuten und uns gemeinsam mit anderen Darmstädter Startups den Besuchern präsentierten. Auch hier konnten wir wieder wichtige Kontakte knüpfen und netzwerken.

Danach ging es bis zum Monatsende eher ruhig zu: Wir arbeiteten die sich angehäuften Aufgaben ab, stiegen voll in die Produktentwicklung ein und bereiteten uns auf die vielen Veranstaltungen im November vor.

Blog 4 – Zurück in Deutschland oder: Die Suche nach Alltag

Zurück in Deutschland schloss Patrick mal eben noch nebenbei sein Studium ab und fast direkt nach unserer Landung in Frankfurt startete unser EXIST-Förderzeitraum. Was das bedeutete war uns zu dem Zeitpunkt eigentlich klar: Finanz- und Coachingplan für ein Jahr und dann geht’s weiter in die Produktentwicklung. Dass dann am Ende immer alles anders kommt als man denkt, haben wir dann allerdings auch sehr schnell gelernt.
EXIST heißt zwar: Vollzeit im Projekt und finanzielle Möglichkeiten, um es auch voran zu bringen. Es heißt aber auch: Man ist für alles selbst verantwortlich und muss (fast) alles selbst machen. Wenn man sich nicht selbst kümmert, dann passiert auch nichts. Diese Verantwortung zeigt sich dann darin, dass es eben keine Personalabteilung gibt, die sich kümmert, wenn das erste Gehalt zu überweisen vergessen wurde. Oder darin, dass Verhandlungen zu Markenrechten sehr zäh sein können, wenn man keine Erfahrung darin hat. Oder eben auch in Fragen wie: Wann macht eine Grüdung eigentlich Sinn? Man spricht mit sogenannten und teilweise auch echten Experten über Themen, von denen man bisher nur am Rand etwas mitbekommen hat. Und man merkt eben auch, dass ein grober Finanzplan vielleicht nicht ausreicht und Coachings nicht einfach zum Pflücken an Bäumen hängen, sondern man aktiv danach suchen muss.
Zusammenfassend: Es gab viel zu organisieren, viel zu planen und viel zu erledigen. Viele erste Male, die für viel Verwirrung sorgten. Aber auch viele kleine Erfolgserlebnisse. Und vor allem: Viel zu lernen.

Blog 3 – Der August, der uns voran brachte

Blog 3 – Der August, der uns voran brachte

Man kann schon sagen: August 2018 war ein guter Monat für uns. Er begann mit einer Mail des EXIST-Projektträgers und endete mit der Virginia Tech Global Challenge.

Zuerst zur Email: Der Projektträger akzeptierte unsere Nachbesserung im Antwortschreiben und bewilligte als Folge den Förderantrag. Das heißt: Finanzielle Unabhängigkeit, vollen Fokus auf’s Projekt und vor allem: Eine ungeahnte Menge an Verantwortung, Arbeit und Aufgaben, an die man nie vorher einen Gedanken verschwendet hat. Aber dazu dann mehr beim nächsten Blog.

Ende August dann der zweite große Meilenstein innerhalb kürzester Zeit: Unsere erste gemeinsame Dienstreise. Während Studierende der angewandten Therapiewissenschaften der Hochschule Bremen unsere neu entwickelten Prototypen mit ParkinsonpatientInnen in einem Labor zur Bewegungsuntersuchung testeten, stiegen wir in Frankfurt in ein Flugzeug nach Washington DC. Dort erwarteten uns ein paar Nächte im Hotel in Washington selbst, dann ein Busreise ins beschauliche Blacksburg, Virgnina, wo wir dann auf den Wettbewerb vorbereitet wurden.

In insgesamt neun Tagen erlebten wir eine komplett neue Welt in Bezug auf Startups. Wir hörten erfolgreichen Gründern, die ihr erstes Startup Ende der 90er für ein Vermögen verkauften, zu und tauschten uns mit unseren Wettbewerbern aus. Gerade der Kontakt zu den anderen Teams hat uns nochmal enorm motiviert; zu sehen welche Ideen andere haben und mit welchem Enthusiasmus sie an ihrem Projekt arbeiten war einfach ansteckend. Spätestens als wir dann in Virginia unsere Gastfamilie kennenlernten, fühlten wir uns alle wirklich wohl in den USA. Ein gut geplantes Programm aus Workshops und Arbeit an den Präsentationen gemeinsam mit Unternehmen sorgte dann zu allem Überfluss auch noch dafür, dass wir produktiv arbeiten konnten. An dieser Stelle müssen wir auch einfach nochmal OZMO erwähnen. Wir wurden super empfangen, hatten insgesamt drei Mal die Möglichkeit, unseren Vortrag vor Mitarbeitern verschiedener Rangstufen zu üben und das Feedback direkt einzubinden. Dadurch erreichten wir final eine Präsentation, mit der wir wirklich zufrieden waren.

Dass es auch der Jury gefallen würde hatten wir zwar gehofft; beim feierlichen Gala-Dinner zur Preisverleihung erfuhren wir dann, dass sie es sogar sehr mochten. Obwohl wir mit unserem Vortrag wirklich zufrieden waren, waren wir überrascht und überglücklich, die 10.000 $ Preisgeld in unserer Kategorie (Information technology award) zu gewinnen. Das galt es natürlich gebührend zu feiern!