Blog 15 – 11/19 – Gründung in der Öffentlichkeit

Blog 15 – 11/19 – Gründung in der Öffentlichkeit

Der Herbst ist in vollem Gange. Und obwohl das Wetter vielleicht nicht mehr so strahlend grell wie im Sommer ist gibt es bei novapace eine ganze Menge strahlkräftiger Neuigkeiten: Wettbewerbe, Kongresse und vor allem Medienpräsenz standen in den letzten Wochen im Fokus. Nicht zu vergessen bei all dem Trubel: Wir haben gegründet!

Der Oktober begann mit der Auswertung der Messdaten aus den Messungen an der Hochschule Bremen. Hierfür entwickelten wir geeignete Software und Tools um die Daten in einer ansprechenden Form entsprechend der Anforderungen der Studierenden darzustellen. Außerdem wurden wir für einen Beitrag im Metropol-Magazin der FAZ interviewt und fotografiert. Damit war der Startschuss für Wochen voller Veranstaltungen und Marketing abgefeuert.

Events, Kongresse und Wettbewerbe

Als Aussteller beim Hessischen Innovationskongress in Wiesbaden waren wir mit einem eigenen Bericht in der Messebroschüre vertreten und konnten uns außerdem am 30.10. vor Innovationsbegeisterten präsentieren. Hier sammelten wir erneut spannende Kontakte und erhielten interessante Einblicke in die hessische Innovationslandschaft. Am Abend des 30.10. waren wir dann sogar in einem Beitrag in der Hessenschau zu sehen.

Lukas im Gespräch mit Richard David Precht

Weiter ging es am 01.11. beim Finale des Hessischen Gründerpreises in Wetzlar. Dort stellten wir erneut aus, präsentierten uns den Kongressbesuchern und nahmen an der feierlichen Preisverleihung teil. Als eines der Top 3 – Startups in der Kategorie Gründung aus der Hochschule wurden wir in diesem Rahmen auch ausgezeichnet.

Für alle Preisträger des Hessischen Gründerpreises wurde außerdem vorab ein professioneller Imagefilm gedreht. Diesen kurzen Imagefilm gibt es hier zu sehen:

Die Gründung

Nur eine Woche nach ebendieser Preisverleihung ging es für uns zum Notar: Die Gründung der novapace GmbH stand an. Wir vier Gründer (dazu gleich mehr) haben uns dafür beim Notar getroffen und anschließend, wie es sich gehört, direkt zusammengesetzt um gemeinsam zu arbeiten und das weitere Vorgehen zu besprechen. Natürlich haben wir die Gründung im Anschluss dann auch noch gefeiert!

Bevor es mit anderen Themen weiter geht: Vier Gründer? Unser Kernteam, bestehend aus Lukas, Patrick und Simon, wurde pünktlich zur Gründung um einen erfahrenen Neurologen erweitert. Um wen es sich dabei handelt und wie die Zusammenarbeit aussieht, das werden wir in einer separaten Meldung im Detail erläutern.

Weitere Wettbewerbe

Zurück im Alltag mit Produktentwicklung, Datenauswertung und Organisation gab es am 18.11. noch einen weiteren wichtigen Termin: Das Finale des Healthcare IoT Worldcups auf der MEDICA Messe in Düsseldorf. Zwar haben wir nicht gewonnen, dennoch war die Veranstaltung für uns ein Erfolg: Vor allem über die neuen Kontakte zu MedTech-Startups freuen wir uns!

Gruppenbild mit allen anderen Finalisten des Healthcare IoT Worldcups

Ende November ging es dann zur Entscheidung des Merck Accelerators. Als eines von 30 Startups aus aller Welt, ausgewählt aus über 500 Bewerbungen, ging darum herauszufinden, welche Startups Merck für den hauseigenen Accelerator auswählt. In diesem Rahmen hatten wir Meetings mit 8 Experten, verteilt über zwei Tage. Auf dieser Basis erarbeiteten wir dann Anknüpfungspunkte für eine mögliche Projekt-Kooperation. Die zwei Tage intensiven Austauschs mit Experten haben uns einen direkten Einblick in die Arbeit und Projekte bei Merck gegeben. Allein das war schon extrem spannend und aufschlussreich. Nun freuen wir uns auf die Ergebnisse Anfang Dezember!

Simon und Lukas vor dem Merck Innovation Center in Darmstadt

Wie immer war also viel los in den letzten Wochen. Wie es in den nächsten Wochen im Jahres-Endspurt weiter geht? Dazu mehr im Jahresabschlussbericht im Dezember!

Blog 14 – 09/19 – Rück- und Ausblick

Blog 14 – 09/19 – Rück- und Ausblick

In den letzten 8 Wochen hat sich viel getan; Unter anderem ist der Blogbeitrag im August ausgefallen. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle entschuldigen. In den nächsten Zeilen möchten wir nun erklären, warum es dazu kam und woran wir in den letzten Wochen so intensiv gearbeitet haben.

Veranstaltungen und Termine

Mitten in der Urlaubszeit galt es für uns die Gründung der GmbH, sowie die mögliche Zusammenarbeit mit einem Neurologen vertraglich zu klären. Dazu trafen wir uns mit Anwälten, Steuerberatern und eben dem angesprochenen Neurologen. Nach einigen zielführenden Gesprächen sind wir nun an einem Punkt, an dem es nur noch wenige Details intern zu klären gibt.

Auch bei Wettbewerben wie dem IQVIA Startup Award, bei dem wir als Finalist nach Hause gingen, oder in Meetings mit ExpertInnen, beispielsweise an der Charité in Berlin, sammelten wir enorm wichtige Erfahrungen und erhielten wertvolles Feedback. Weitere spannende Rückmeldungen gab es beim Life Science Pitch im Hub31 am 11.09.. Hier haben wir neben weiteren Startups im Gesundheitsbereich unser Projekt vorgestellt und uns gegenseitig Tipps und Denkanstöße gegeben.

Prototypentwicklung und -bau

Neben den Terminen und der Gründungsvorbereitung stand im August und September allerdings vor allem eines auf unserer Agenda: Die Prototypentwicklung für eine Studie in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen. Studierende der angewandten Therapiewissenschaften im Bereich Physiotherapie nutzen zurzeit unsere Einlegesohlen für Tests in Alltagssituationen mit Parkinsonerkrankten. Die Betroffenen tragen dazu die Sohlen in verschiedenen Situationen wie z.B. dem Gehen über eine Kreuzung oder durch einen Park. Anschließend werden die dabei erhobenen Messdaten ausgewertet. Wir freuen uns sehr, dass diese Zusammenarbeit bereits zum zweiten Mal in Folge durchgeführt werden kann und sind schon jetzt gespannt auf die Ergebnisse.

Damit unsere Prototypen überhaupt die erforderliche Reife für die Studie erreichen konnten, war statt eines Endspurts in der Entwicklung eher ein End-Marathon erforderlich. Dementsprechend stolz sind wir auch darauf, dass unsere Einlagen nun fehlerfrei in Benutzung sind und ihren Zweck erfüllen.

Rück- und Ausblick

Mit dem Abschluss unseres 12-monatigen Exist-Stipendiums konnten wir außerdem einen weiteren Meilenstein abhaken. Gemeinsam mit anderen GründerInnen und FreundInnen ließen wir diese arbeitsreiche, erfolgreiche und vor allem lehrreiche Zeit mit einem Grillabend ausklingen. Zum Thema Exist-Gründerstipendium wird in naher Zukunft nochmal ein separater Blog-Beitrag mit tiefer gehenden Informationen und einem ausführlichen Rückblick erscheinen.

Abschließend möchten wir einen kurzen Blick in die Zukunft werfen: Damit unsere Einlegesohlen möglichst schnell eine für tiefergehende Studien erforderliche Reife erreicht, werden wir ins in den nächsten Monaten stärker auf die Produktentwicklung fokussieren. Konkret heißt das, dass wir unsere Marketingaktivitäten, wie auch in den letzten Wochen, herunterschrauben. Es wird folglich nicht mehr monatlich, sondern voraussichtlich alle 8 Wochen einen neuen Blogbeitrag zur Unternehmensentwicklung geben. Den Info-Blog für Interessierte und PatientInnen werden wir vorerst pausieren und dann wieder aufnehmen, wenn wir näher am Produktverkauf stehen.

Dementsprechend wird auch der Newsletter zukünftig ohne Info-Teil für PatientInnen und mit größeren Abständen zwischen den einzelnen Ausgaben erscheinen.

Bei Anregungen oder Fragen stehen wir aber selbstverständlich weiterhin durchgehend unter info@novapace.de Rede und Antwort!

Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung von Morbus Parkinson

Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung von Morbus Parkinson

Welche Möglichkeiten der Therapie gibt es überhaupt nach der Diagnose Morbus Parkinson? Welche Vor- und Nachteile haben diese? Gibt es Alternativen zu den üblichen Medikamenten? Und was tut sich in der Forschung in diesem Gebiet?
Zu all diese Fragen werden in den folgenden Absätzen Antworten und damit ein Überblick über Chancen und Risiken der Medikation bei Parkinson präsentiert.

Schon in unserem ersten Blog-Beitrag Diagnose Parkinson – Was jetzt Diagnose Parkinson – Was jetzt? wurde ein kurzer Überblick über Behandlungsoptionen gegeben. Dieser soll nachfolgend erweitert werden:
Nach der Diagnose Parkinson erfolgt meist eine medikamentöse Behandlung. Zusätzlich wird häufig Bewegungstherapie angeordnet. Auch Tiefe Hirnstimulation (kurz: THS bzw. DBS nach dem englischen “Deep Brain Stimulation”) findet bei einigen Betroffenen Anwendung.

Behandlung mit Medikamenten

Die Behandlung mit Medikamenten kann zwar Beschwerden lindern, jedoch ist Morbus Parkinson bis heute nicht heilbar. Die Medikamente setzen grundsätzlich dort an, wo Parkinson die Betroffenen einschränkt: Durch die Erkrankung herrscht ein Dopaminmangel im Gehirn, der das “Versenden von Nachrichten” stört. Die drei üblichsten Medikamente Levodopa, Dopaminagonisten und MAO-B-Hemmer versuchen diesem Mangel entgegenzuwirken. 

Levodopa (L-Dopa) ist das wohl üblichste Medikament in der Behandlung von Parkinson. Es ist sozusagen ein Dopamin-Ersatzstoff, also ein Stoff, der im Gehirn zu Dopamin umgewandelt wird. 

Dopaminagonisten sorgen für eine Anregung der Rezeptoren im Gehirn, die zur Dopaminaufnahme verantwortlich sind. Dadurch nehmen die Rezeptoren das vorhandene Dopamin besser auf, das Vorhandene wird also besser/mehr genutzt. 

MAO-B-Hemmer blockieren den natürlichen Abbau von Dopamin im Gehirn und sorgen somit dafür, dass das vorhandene Dopamin länger genutzt wird. 

Alle drei Optionen der medikamentösen Behandlung werden meist in Tablettenform eingenommen. Eine regelmäßige und pünktliche Einnahme ist dabei besonders wichtig. Um diese sicherzustellen können Smartphone-Apps mit Erinnerungen oder einfache Notizzettel helfen. Auch die Einnahme über Pflaster oder Pumpen statt Tabletten kann sinnvoll sein um eine gleichmäßigere Einnahme zu erreichen. 

Leider haben die Medikamente auch Nachteile. Ihre Wirkung ist, genau wie die damit verbundenen Nebenwirkungen, sehr individuell. Eine Verbesserung des Zustands der Betroffenen tritt oft erst nach mehreren Wochen ein und bestimmte Symptome wie das typische Zittern sind nicht immer behandelbar, teilweise erst nach einigen Jahren medikamentöser Behandlung. 
Im Rahmen einer Langzeitbehandlung mit Medikamenten ist außerdem zu beobachten, dass die Wirkung der Medikamente mit der Zeit nachlässt.

Insbesondere die Nebenwirkungen der Medikamente unterscheiden sich stark. Während bei L-Dopa Übelkeit, Schwindel, Depression, Verwirrtheit und Bewegungsstörungen häufig auftreten, sind die Nebenwirkungen der Dopaminagonisten noch schwerwiegender: Wassereinlagerungen, Müdigkeit, Verstopfung, Schwindel, Halluzinationen und Übelkeit sorgen dafür, dass die Medikation häufig abgebrochen wird. Dagegen wirken die Nebenwirkungen der MAO-B-Hemmer mit Bauchschmerzen, Erbrechen und Gewichtsverlust weniger gravierend. 

Der Grund, warum trotzdem vor allem L-Dopa, sowie die Dopaminagonisten verschrieben werden liegt in ihrer Wirksamkeit: Beide sorgen für messbar höhere Lebensqualität bei den Betroffenen. MAO-B-Hemmer sind besonders im Anfangsstadium der Erkrankung hilfreich, in späteren Stadien ist einfach zu wenig Dopamin im Gehirn vorhanden, sodass sie kaum Wirkung zeigen. Die Dopaminagonisten helfen besser bei Bewegungsstörungen wie Freezing als L-Dopa, dieses geht demgegenüber mit weniger gravierenden Nebenwirkungen einher.

Zusammenfassend gilt wie immer: Behandlung, insbesondere medikamentös, ist sehr individuell. Wirkung und Nebenwirkungen sind abhängig vom Alter, den Lebensumständen, den auftretenden Symptomen, dem Krankheitsstadium, sowie ggf. möglichen weiteren Erkrankungen

Alternativen/Ergänzungen zur Medikation

Leider gibt es keine Alternativen zur Medikation bei Parkinson. Meist wird die Erkrankung so spät diagnostiziert, dass man um eine medikamentöse Behandlung nicht herum kommt. Dennoch gibt es Ergänzungen, die die Wirkung der Medikamente verstärken oder ergänzen. Dies sind insbesondere Hirnschrittmacher und Bewegung. Zum Thema Bewegung bei Parkinson haben wir bereits in einem ausführlichen Blog-Beitrag berichtet, an den wir an dieser Stelle verweisen: Bewegung mit Parkinson

Der Hirnschrittmacher hingegen erhielt bisher noch kaum Erwähnung in unseren Beiträgen. Die Tiefe Hirnstimulation, auch THS oder DBS, vom englischen Deep Brain Stimulation, verspricht schon heute deutlich verbesserte Lebensqualität, insbesondere in Kombination mit passender Medikation. Der Eingriff zum Anbringen des Geräts ist jedoch aufwendig und gefährlich, da es sich dabei um eine Operation direkt am Zwischenhirn handelt. Folgen von Komplikationen oder Wundinfektionen sind daher bei diesem Eingriff besonders schwerwiegend. Daher wird heute trotz der Erfolgsversprechen häufig auf Hirnschrittmacher verzichtet. 

Ausblick

Sowohl im Bereich der Medikation, als auch in Bewegungstherapie und bei der DBS wird ständig weiter geforscht. Im Bereich der experimentellen Therapien wird zurzeit versucht, den Ursprung der Parkinsonerkrankung zu finden und sie genau dort zu behandeln. 

In der DBS versprechen neue Geräte höhere Flexibilität mit besserer Steuerung des Reizstroms und flexiblerer Reaktion auf neuronale Aktivität. In Kombination mit speziellen Medikamenten wird so beispielsweise die neuronale Aktivität gezielt manipuliert. Hier besteht großes Potenzial für verbesserte Wirksamkeit, geringere Nebenwirkungen und allgemein zur Behandlung neurologischer Erkrankungen. 

Doch auch im Bereich der Bewegungstherapie gibt es ständig neue Ansätze. Neben den klassischen betreuten Therapiemethoden rücken immer stärker auch Themen wie Teletherapie oder Training im Alltag in den Fokus. Genau an diesem Punkt setzen auch wir von novapace mit unserer Einlegesohle zum Gangtraining im Alltag, speziell für Parkinsonerkrankte, an. 

https://www.physiology.org/doi/full/10.1152/jn.00281.2015

https://www.gesundheitsinformation.de/medikamentoese-behandlung-bei-parkinson-krankheit.2226.de.html?part=behandlung-bp

https://www.parkinson-aktuell.de/behandlung-von-parkinson/medikamentoese-therapie-von-parkinson

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/parkinson-hirnschrittmacher-hilft-besser-als-medikamente-a-883163.html

https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/experten-prophezeien-neue-parkinson-therapien-11254/

Blog 12 – 06/19 – Von anderen Lernen

Blog 12 – 06/19 – Von anderen Lernen

Der Juni 2019 war für uns voller neuer Erkenntnisse. Neue Einblicke in die Erkrankung Parkinson, sowie den Umgang damit und vor allem die Bestätigung unserer eigenen Arbeit haben die letzten Wochen dominiert.

Bewegungsakademie – Parkinson Gang

Direkt zu Beginn des Monats waren wir als mit-Initiator Teil der ersten Bewegungsakademie in Darmstadt mit dem Thema Parkinson Gang. Die Akademie ist ausgelegt als Lern- und Lehrraum, in dem sich ExpertInnen verschiedener fachlicher Hintergründe zu Bewegungsthemen austauschen.

Im schönen Umfeld des Jagdschlosses Kranichstein fanden wir uns also gemeinsam mit ProfessorInnen, TänzerInnen, Physio- und PsychotherapeutInnen und Parkinsonerkrankten zusammen und diskutierten über Themen rund um Parkinson. Der Austausch in interdisziplinären Teams mit geballter Expertise auf engem Raum war für uns eine bisher einmalige Erfahrung. Die Bewegungsakademie hat uns in diesem Sinne neue Einblicke in Parkinson und den Umgang damit verschafft und vor allem ermöglicht wertvolle Kontakte zu ExpertInnen aus für uns bislang fachfremden Bereichen zu knüpfen.

Aufbau der Bewegungsakademie

Anti-Freezing Tests

Noch in der ersten Juniwoche konnten wir außerdem mit unseren Protoypen erste Anti-Freezing-Tests mit einer Parkinsonpatientin durchführen.

Freezing ist eines der einschränkensten Probleme bei Parkinson. Darunter versteht man eine Starre, in die Betroffene vor allem in engen Räumen oder beim Starten von Bewegungen verfallen. Das Freezing tritt bei einigen Parkinsonerkrankten auch trotz eingestellter Medikation auf und kann dann nur durch sogenannte Cueing-Strategien durchbrochen werden. Solche Cueing-Signale, wie Lichtschranken auf dem Boden, akustische Signale oder zu übertretende Barrieren sollen helfen Schritte zu initiieren.

Wir wollen mit dem Biofeedback in unserer Sohle ebenfalls ein solches Cueing-Signal bieten und haben genau das in einem Test geprüft. Im Lauflabor der TU Darmstadt haben wir dazu gezielt Freezing bei einer Betroffenen provoziert und daraufhin versucht, es durch manuell ausgelöstes Biofeedback zu lösen.

Das Ergebnis des Tests mit einer Probandin ist hier zu sehen:

Wir freuen uns riesig über die erfolgreichen Tests und arbeiten weiter hart daran, diese Ergebnisse nun bei weiteren ProbandInnen zu wiederholen und bei Erfolg auch in unser finales Produkt zu implementieren.

Sonstiges

Die darauffolgenden Wochen werteten wir die Patientinnentests aus, führten weitere Gespräche mit möglichen Investoren und Produktionspartnern und starteten mit der Entwicklung der nächsten Generation Prototypen.

Wieder einmal geht also ein erfolgreicher Monat zu Ende. Was diesmal bleibt ist die Bestätigung, dass es immer Neues zu lernen gibt. Gerade die Gespräche und die Tests mit den Betroffenen und anderen ExpertInnen sind mehr wert als jede Brainstorming Session im Team. Das sind die Situationen, in denen wirklich Fortschritt gemacht wird!

Blog 11 – 05/19 – eventreicher Alltag

Blog 11 – 05/19 – eventreicher Alltag

Nach den Messe- und Messungslastigen Monaten März und April starteten wir nach Ostern in die zweite Aprilhälfte mit einem dreitägigen Coaching. Bei einer Unternehmensberatung ließen wir uns im Bereich der Geschäftsmodellentwicklung beraten. Wir wendeten uns bis dahin unbekannte Methoden an und entwickelten Konzepte für neue Geschäftsmodelle. All das hat uns gezeigt, dass ein Businessplan für ein Startup ein nie komplett abgeschlossener Prozess ist. Gerade am Finanzplan und den Möglichkeiten zur Monetarisierung haben wir im Nachgang nochmal intensiv angesetzt.

Ein weiterer großer Schritt für uns stellten im Mai Meetings mit potenziellen Produktionspartnern dar. Sowohl mit Produzenten von Elektronik, als auch mit Herstellern orthopädischer Einlegesohlen, trafen wir uns für einleitende Gespräche.

Natürlich durften auch im Mai die obligatorischen Pitch-Veranstaltungen nicht fehlen: Beim Startup Pitch der Konaktiva, beim Technology Slam von Science4Life, sowie bei einem weiteren Investoren-Pitch in Frankfurt konnten wir uns wieder vor Interessierten und potenziellen InvestorInnen präsentieren.

Ein weiterer für uns enorm wichtiger Termin war ein halbtägiges Coaching im Bereich Arbeitsorganisation. Dabei entwickelten wir unser tägliches Arbeiten weiter und arbeiteten an den Strukturen zum Austausch von Informationen, zur Dokumentation unserer Arbeit und zur besseren Planung und Vorbereitung von Terminen

Auf der REHAB Messe in Karlsruhe hatten wir endlich Mal wieder die Möglichkeit, mit einer Vielzahl an PatientInnen und TherapeutInnen auf einem Fleck zu sprechen. Wir lernten viel über weitere Anwendungsmöglichkeiten unseres Produkts, starteten neue Marketinginitiativen (Uns gibt es jetzt bei Instagram: @novapace_training) und knüpften neue Kontakte.

Nach der Messe gönnten wir uns einen Tag Pause mit einer Wanderung im Karlsruher Umland und fuhren dann weiter nach Mainz zu einem der regelmäßigen Treffen einer Selbsthilfegruppe für Betroffene von Parkinson. Die Produktvorstellung und das anschließende Feedback der Gruppe hat uns nochmals einen Schritt weiter in Richtung eines sinnvollen Endprodukts gebracht.

Auch Gespräche mit Investoren bahnten sich immer mehr an. So kam es schon Mal vor, dass wir drei Investorengespräche in vier Tagen hatten. Viel Vorbereitung, viel Nachbereitung, viel Input von Seiten der Investoren und natürlich auch viel Output von unserer Seite.

Den Monatsabschluss machten wir in einem Treffen mit Vertretern der Hochschule Bremen. Dort haben sich nach der einleitenden Studie letztes Jahr in diesem Jahr sechs Studierende der Therapiewissenschaften zusammengefunden, die unsere Prototypen in einer Projektstudie gemeinsam mit ParkinsonpatientInnen Alltagstests unterziehen werden. Das motivierte Team kennenzulernen hat auch uns nochmal weiter motiviert.

Und wie geht es in den nächsten Wochen weiter? Anfang Juni findet in Darmstadt die erste Bewegungsakademie zum Thema Parkinson-Gang mit uns als mit-Initiator statt. Direkt im Anschluss testen wir im Labor die Möglichkeit, des Freezing-Durchbrechens mit unserer Sohle, vorab mit einer Betroffenen. Es bleibt also weiterhin spannend…

Blog 10 – 04/19 – Zwischen Messen und messen

Blog 10 – 04/19 – Zwischen Messen und messen

Zu allererst die gute Nachricht: Die Patentanmeldung ist eingereicht und wir warten nun auf die Antwort der Recherche.

Und nun die bessere Nachricht: März und April waren durchweg erfolgreich für novapace. Der März begann direkt mit zwei parallel laufenden Veranstaltungen. Patrick vertrat das Team beim Pitch Marathon in Berlin während Lukas und Simon auf dem deutschen Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen den Messestand von novapace betreuten.

Beide Veranstaltungen waren für uns sehr erfolgreich: Beim Pitch Marathon in Berlin konnten wir uns mit 41 weiteren Startups messen und erhielten als Sonderpreis eine Einladung zum HLaN Meetup, einer Veranstaltung zur Kontaktaufnahme für Startups und Krankenkassen. Außerdem wurde uns ein Gutschein für eine teilweise Kostenübernahme für klinische Studien ausgestellt!

Patrick bei der Preisverleihung des Sonderpreises

Auch beim Deutschen Parkinson Kongress in Düsseldorf, unserer ersten Messe als Aussteller, konnten wir Erfolge feiern. Die Rückmeldungen der Verbände der Parkinson-Selbsthilfegruppen waren durchweg positiv und auch ÄrztInnen, Physio- und ErgotherapeutInnen waren durchweg interessiert. Wir erhielten viele hilfreiche Denkanstöße, Ideen und Tipps und sind bereits in Folgegesprächen für mögliche Studien.

Simon in Gesprächen beim Deutschen Parkinson Kongress

Auch die Fachvorträge waren enorm hilfreich um ein besseres Veständnis für die Erkrankung, weitere Anwendungsmöglichkeiten unseres Produktes und auch die aktuelle Forschung in diesem Bereich zu erhalten.

Weiter ging es direkt in der folgenden Woche beim Cashwalk in München. Dort konnten wir neben unserem Pitch und dem Austausch mit weiteren Startups auch Kontakte zu Investoren knüpfen, mit denen wir inzwischen auch in vertiefende Gespräche eingestiegen sind.

In der darauffolgenden Woche ging es für Lukas und Simon nach Berlin zum Intensiv-Workshop und der Preisverleihung von Science4Life. Dort wurden wir vorab als eines von 20 Finalistenteams von einer Fachjury ausgewählt. In einem halbtägigen Einzel-Coaching und einem halbtägigen Workshop wurden uns in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet und strategische Fragen diskutiert. Das anschließende abendfüllende Event in der hessischen Landesvertretung zur Preisverleihung war dann ebenfalls für uns von Erfolg gekrönt und wir gingen stolz als einer der Preisträger wieder nach Hause.

Simon und Lukas bei der Prämierung des Science4Life Venture Cups in der Konzeptphase
Lukas und Simon beim Networking

Im Anschluss an das Nachbereiten der vielen Veranstaltungen ging es in der letzten Märzwoche dann endlich wieder an die Produktentwicklung. Und was sollen wir sagen…nachdem wir uns selbst mit anderen Startups gemessen haben und erste Erfahrungen als Aussteller auf Messen sammeln konnten, kann nun auch der aktuelle Prototyp der novapace-Einlegesohle Druckverteilung und Fußbewegungen im Raum messen.

Inzwischen haben wir die Elektronik in einer flexiblen Platine umgesetzt, sodass wir die Basis für eine kompakte Sohle gelegt haben.

Weiter mit Messen ging es in der ersten Aprilwoche in Hannover auf der Hannover Messe. Dort konnten wir uns als Aussteller über fünf Tage im Gemeinschaftsstand hessischer Hochschulen der Öffentlichkeit präsentieren. Neben namhaftem Besuch, wie dem parlamentarischen Staatssekretär Dr. Michael Meister, konnten wir uns auch beim Science Square vorstellen, mit potenziellen Produktionspartnern sprechen und viele Interessante Gespräche und Diskussionen führen.

Das gesamte Team in ein Gespräch vertieft

Nach einiger Nachbereitung, einem Sprint zur Fertigstellung unseres Businessplans für die nächste Phase des Science4Life-Venture Cups und einem weiteren Coaching geht es für uns nun in die kurze Osterpause.

In der hoffnungsvollen Zuversicht, auch im April wieder messbare Erfolge vorweisen zu können: Vielen Dank für’s Lesen und bis dann!

Blog 8 – 02/19 – Neues Jahr, erneuerte Strukturen

Blog 8 – 02/19 – Neues Jahr, erneuerte Strukturen

Nachdem sich das Jahr 2018 nach turbulentem Oktober und November im Dezember erwartungsgemäß etwas entschleunigte, ging es im Januar wieder richtig los: Ein lehrreiches Coaching, unser Prototyp befindet sich auf der Zielgeraden, die Patentanmeldung nimmt richtig Fahrt auf und die Termine für die Wettbewerbsanmeldungen im Jahr 2019 festigen sich nach und nach.

Nach einer kurzen Anlaufphase starteten wir in der zweiten Januarwochen direkt mit einem Coaching, Eigentlich wollten wir uns zum Thema SCRUM coachen lassen, einem aus der Software-Entwicklung stammenden Prinzip für Arbeitsorganisation und Projektmanagement. Unser Coach ist dann allerdings so stark individuell auf uns und unsere teaminternen Baustellen eingegangen, dass uns das Coaching weitaus mehr gebracht hat als ein stupider SCRUM Workshop es jemals hätte können: Vieles machten wir schon vor dem Coaching richtig, doch einige Kleinigkeiten boten deutliches Optimierungspotienzial. So haben wir uns auf neue Kommunikationsregeln in Zusammenhang mit Whatsapp, Slack, Trello und Skype geeinigt, wir restrukturierten unser Trello-Board und unseren Slack Channel und nahmen so ziemlich jeden Vorschlag des Coaches dankend auf.

(kurzes Vorwegnehmen an dieser Stellen: Bisher läuft es sehr gut und die angepassten Strukturen unterstützen uns im Arbeitsalltag enorm)

Neben den neuen Strukturen bot uns der Januar vor allem eines: neue Wettbewerbe! Wir investierten einige Zeit in die Suche, das Sortieren und Auswählen passender Wettbewerbe für uns. Von Pitch-Terminen vor Publikum oder Investoren über Wettbewerbe mit Preisgeldern bis hin zu Accelerator-Programmen haben wir in so ziemlich jeder Kategorie Bewerbungsfristen und Anforderungen gesammelt. Die Vorarbeit ist nun also getan, die Anmeldungen können beginnen…