Blog 2 – Bewerbung EXIST und VT Preliminary

Die Bewerbung für das EXIST-Gründerstipendium stellte sich komplizierter heraus als anfangs angenommen.
Wir lasen damals: 25 Seiten Ideenpapier und dachten naiv, das packen wir locker. Letztendlich kamen wir auf über 60 Seiten Material und hatten Probleme, all unsere Gedanken, Überlegungen und Berechnungen in den 25 Seiten unterzubringen. Dazu kam, dass sowohl Patrick als auch ich „nebenbei“ unsere Masterarbeit schrieben und für das Gründungsvorhaben dringend eine dritte Person suchten. Wir erstellten Anforderungsprofile, gingen in Vorlesungen, erstellten Anzeigen auf Onlineportalen und klopften alle Bekannte und Befreundete nach Interesse ab. Und am Ende der Suche war da Lukas, der genau wie wir mit beiden Beinen im Sumpf seiner Masterarbeit versank und trotzdem nach neuen Herausforderungen suchte.
Gemeinsam stellten wir den EXIST-Förderantrag fertig, organisierten parallel eine erste vorklinische Studie mit der Hochschule Bremen, und schickten ihn ab.

Während der langen Wartezeit von EXIST erhielten wir irgendwann eine Email der Virginia Tech University aus Blacksburg, Virginia in den USA. Wir hatten uns mit einer kleinen Ideenskizze im Frühjahr für einen Ideenwettbewerb, die Virtual Preliminary für die VT Global Entrepreneurs Challenge, qualifiziert. Dafür drehten wir dann ein Video und bereiteten eine Präsentation vor. Nach einer weiteren Runde führten dann Patrick und Lukas ein Video-Gespräch mit einer Jury aus den USA.
Mitte des Jahres dann kam die frohe Botschaft: Wir wurden zur VT Global Challenge im August 2018 eingeladen. 10 Tage USA und die Möglichkeit, vor internationalem Publikum unsere Idee vorzustellen und sich mit Teams aus aller Welt um ein Preisgeld zu messen.

Zu einer ähnlichen Zeit erreichte uns dann allerdings auch der erste Dämpfer: Eine Absage vom für uns so wichtigen EXIST-Stipendium. Mit der Möglichkeit auf Nachbesserung des Antrags. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und gingen mit einer jetzt-erst-recht-Haltung an das Antwortschreiben heran. Wir nutzten also unsere ursprünglich 60 Seiten, besserten nach und antworteten. Und warteten.

Blog 1 – Idee und erste Schritte

Blog 1 – Idee und erste Schritte

Ein Herzliches Willkommen und schön, dass wir Sie hier als Lesende/n erreichen. Wir, das sind Patrick Scholl, Lukas Braisz und Simon Staffa.

Vor etwa zwei Jahren wurde Patrick auf die alltäglichen Probleme seines an Parkinson erkrankten Großvaters aufmerksam. Insbesondere die ihm bisher unbekannten Gangprobleme überraschten ihn. Wenn sich sein Großvater nicht auf’s Gehen konzentriert, dann neigt er zu kurzen Schritten, bei denen er seine Füße nur wenig vom Boden anhebt. Patricks Großmutter erinnert ihren Partner dann immer und immer wieder daran, bewusster zu gehen und so falsche Haltung und sogar Stürze zu verhindern. Dieses gut gemeinte erinnern ist für beide zeitweise nervenaufreibend und sorgt für Diskussionen.
Patrick als Maschinenbaustudierender dachte sich dann: Da muss man doch was machen können.
So entstand die Idee zu novapace: In eine Einlegesohle integriertes Gangtraining, speziell für ParkinsonpatientInnen.

Ich, Simon, kannte Patrick schon seit den ersten Stunden des Studiums und stieß wenig nachdem er mir von der Idee erzählte dazu.
Wir begannen mit der Prototypentwicklung und fanden in Paul Weber (Link zu Paul) einen Freund, der uns, die wir mitten im Studium steckten, große Teile der Entwicklungsarbeit abnahm.

Mit dem ersten Prototyp machten wir Tests, fanden heraus was wir besser machen können und was wir bisher gar nicht bedacht hatten. Und schon befanden wir uns inmitten der Entwicklung der nächsten Generation von Prototypen.
Irgendwann Ende 2017 sprach Patrick mich an: Simon, wollen wir das Ganze nicht ein bisschen professioneller angehen? Ich möchte meine Masterarbeit über den parkinsontypischen Gang schreiben und die Ergebnisse nutzen, um meinem Opa zu helfen.
Wir entschieden uns recht schnell dazu, uns für das EXIST-Gründerstipendium zu bewerben und wagten damit den ersten Schritt in Richtung Selbstständigkeit.