Blog 11 – 05/19 – eventreicher Alltag

Blog 11 – 05/19 – eventreicher Alltag

Nach den Messe- und Messungslastigen Monaten März und April starteten wir nach Ostern in die zweite Aprilhälfte mit einem dreitägigen Coaching. Bei einer Unternehmensberatung ließen wir uns im Bereich der Geschäftsmodellentwicklung beraten. Wir wendeten uns bis dahin unbekannte Methoden an und entwickelten Konzepte für neue Geschäftsmodelle. All das hat uns gezeigt, dass ein Businessplan für ein Startup ein nie komplett abgeschlossener Prozess ist. Gerade am Finanzplan und den Möglichkeiten zur Monetarisierung haben wir im Nachgang nochmal intensiv angesetzt.

Ein weiterer großer Schritt für uns stellten im Mai Meetings mit potenziellen Produktionspartnern dar. Sowohl mit Produzenten von Elektronik, als auch mit Herstellern orthopädischer Einlegesohlen, trafen wir uns für einleitende Gespräche.

Natürlich durften auch im Mai die obligatorischen Pitch-Veranstaltungen nicht fehlen: Beim Startup Pitch der Konaktiva, beim Technology Slam von Science4Life, sowie bei einem weiteren Investoren-Pitch in Frankfurt konnten wir uns wieder vor Interessierten und potenziellen InvestorInnen präsentieren.

Ein weiterer für uns enorm wichtiger Termin war ein halbtägiges Coaching im Bereich Arbeitsorganisation. Dabei entwickelten wir unser tägliches Arbeiten weiter und arbeiteten an den Strukturen zum Austausch von Informationen, zur Dokumentation unserer Arbeit und zur besseren Planung und Vorbereitung von Terminen

Auf der REHAB Messe in Karlsruhe hatten wir endlich Mal wieder die Möglichkeit, mit einer Vielzahl an PatientInnen und TherapeutInnen auf einem Fleck zu sprechen. Wir lernten viel über weitere Anwendungsmöglichkeiten unseres Produkts, starteten neue Marketinginitiativen (Uns gibt es jetzt bei Instagram: @novapace_training) und knüpften neue Kontakte.

Nach der Messe gönnten wir uns einen Tag Pause mit einer Wanderung im Karlsruher Umland und fuhren dann weiter nach Mainz zu einem der regelmäßigen Treffen einer Selbsthilfegruppe für Betroffene von Parkinson. Die Produktvorstellung und das anschließende Feedback der Gruppe hat uns nochmals einen Schritt weiter in Richtung eines sinnvollen Endprodukts gebracht.

Auch Gespräche mit Investoren bahnten sich immer mehr an. So kam es schon Mal vor, dass wir drei Investorengespräche in vier Tagen hatten. Viel Vorbereitung, viel Nachbereitung, viel Input von Seiten der Investoren und natürlich auch viel Output von unserer Seite.

Den Monatsabschluss machten wir in einem Treffen mit Vertretern der Hochschule Bremen. Dort haben sich nach der einleitenden Studie letztes Jahr in diesem Jahr sechs Studierende der Therapiewissenschaften zusammengefunden, die unsere Prototypen in einer Projektstudie gemeinsam mit ParkinsonpatientInnen Alltagstests unterziehen werden. Das motivierte Team kennenzulernen hat auch uns nochmal weiter motiviert.

Und wie geht es in den nächsten Wochen weiter? Anfang Juni findet in Darmstadt die erste Bewegungsakademie zum Thema Parkinson-Gang mit uns als mit-Initiator statt. Direkt im Anschluss testen wir im Labor die Möglichkeit, des Freezing-Durchbrechens mit unserer Sohle, vorab mit einer Betroffenen. Es bleibt also weiterhin spannend…

Bewegung mit Parkinson

Bewegung mit Parkinson

Inzwischen hat wahrscheinlich jeder schon mal gehört: Bewegung ist gesund. Doch was bedeutet das für Menschen mit Parkinson?

Dieser Frage wird nun nachgegangen. Es folgt ein Überblick darüber, welche Möglichkeiten und Angebote des Sports es speziell für Parkinsonerkrankte gibt und welchen Einfluss Bewegung und Training auf die Erkrankung haben.

Grundsätzlich lässt sich sagen: Bewegung ist für Menschen mit Parkinson sehr wichtig! Regelmäßige körperliche Betätigung hat nicht nur positive Auswirkungen auf die physische, sondern auch auf die psychische Leistungsfähigkeit. Außerdem kann regelmäßiges körperliches Training die Lebenserwartung bei Parkinsonerkrankten erhöhen. Nicht zuletzt kann es auch die Lebensqualität erhöhen, indem Muskelsteifigkeit verringert werden können und gar der Krankheitsverlauf potenziell abgemildert werden kann. Durch Übungen kann der Körper außerdem lernen, krankheitsbedingte Symptome zu kompensieren

Je früher desto besser!  

Wer schon vor der Diagnose Sport gemacht hat, sollte versuchen, diesen auch weiterhin auszuführen. Die Diagnose Parkinson muss nicht zwangsweise das Ende der gern ausgeführten Sportart bedeuten. Vielmehr sollte man sich als Betroffene/r fragen: Was muss ich eigentlich können, um meinen Lieblingssport auszuüben? Was fehlt mir aktuell dazu? Was kann ich tun um genau daran zu arbeiten? Oder kann ich das vermeintliche Defizit vielleicht sogar anders kompensieren (durch kleine Anpassungen der Schwierigkeit, Hilfsmittel, etc.)?

Wer diese Fragen für sich selbst beantwortet, natürlich auch in Rücksprache mit MedizinerInnen und Physio- oder ErgotherapeutInnen, der kann im Idealfall genau da weitermachen, wo er/sie auch vor der Diagnose stand: beim Lieblingssport.

Welche Sportarten eignen sich?

Jede körperliche Betätigung ist besser als keine Bewegung. Wie schon erwähnt, sollte daher ein bereits vor der Diagnose ausgeübter Sport, wenn möglich, auch weiterhin betrieben werden. Trotzdem gibt es natürlich krankheitsbedingte Einschränkungen und Besonderheiten:

Abhängig von Krankheitsstadium und den damit verbundenen körperlichen Beeinträchtigungen eignen sich bestimmte Sportarten besonders. Im Anfangsstadium sind zum Beispiel Ausdauersportarten wie Schwimmen und Nordic Walking oder auch Koordinationssport wie Tanzen sinnvoll. In späteren Stadien bieten sich beispielsweise Heimtrainer, Wassergymnastik oder leichtes Krafttraining an. Auch spezielle Sportprogramme für Parkinsonerkrankte, wie LSVT BIG oder spezielle Physiotherapie sind sinnvoll. Hier bieten sich insbesondere sogenannte aktivierende Therapien an. Eine Übersicht über einige der speziellen Trainingsprogramme für Parkinsonbetroffene finden Sie unter http://www.leben-mit-parkinson.de/alltag/bewegung/.

Nordic Walking und Wandern sind meist auch bei Parkinson ein geeigneter Sport

All diese speziellen Programme sind jedoch nur dann sinnvoll, wenn Sie als Betroffene/r auch Spaß daran haben. Nur das langfristige Trainieren sorgt auch für langfristige Erfolge. Daher sollte der durchgeführte Sport Spaß machen und durch Erfolgserlebnisse motivieren. Nicht zu verachten sind dabei auch Gruppendynamiken: Durch Sport in Gruppen bildet sich ein Gemeinschaftsgefühl, man wird motiviert und hat zusätzlich dazu die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen. Je nach Stadium der Erkrankung bieten sich spezielle Sportgruppen für Parkinson an, die Sie am besten über lokale Sportvereine, Krankenkassen oder Selbsthilfegruppen finden.

Doch auch abseits der speziellen Sportprogramme für Parkinsonerkrankte können Sie als Betroffene/r tätig werden. Dabei sollten Sie immer die mögliche Verletzungsgefahr im Blick behalten und sich selbst und Ihre Fähigkeiten betrachten. Achten Sie darauf, dass Sportarten im Stand mit höherer Gefahr und höheren Anforderungen an das Gleichgewicht verbunden sind. Unter Berücksichtigung Ihrer eigenen Kompetenzen und der Anforderungen der Sportart können auch vorerst unpassend wirkende Sportarten wie die Kampfsportart Tai Chi, Radfahren oder gar Parcours für Sie genau das Richtige sein.

Individualität

Zu beachten ist bei alledem jedoch immer: Jeder Mensch ist anders. Da sich zusätzlich auch noch jede Parkinson-Erkrankung bei jeder/m anders äußert, muss bei der Auswahl von Sportart und Training sehr individuell gehandelt werden. Das Training sollte basierend auf der Tagesform und der Entwicklung von Fähigkeiten und Möglichkeiten des/der Einzelnen individuell anpassbar sein, sodass Ausbaustrategien zu den vorhandenen Fähigkeiten integriert werden können. Weiterhin ist es wichtig, weder zu unter- noch zu überfordern.

Um all das zu gewährleisten, sollte gemeinsam mit den behandelnden ÄrztInnen und PhysiotherapeutInnen eine geeignete Sportart und Intensität besprochen werden. Dabei sollten Sie selbst mit Ihren individuellen Vorlieben und Fähigkeiten im Fokus stehen.

Dranbleiben!

Sie merken also: Bewegungstraining muss nicht langweilig sein. Am besten und besonders langfristig Erfolg versprechend ist es, wenn der Sport eingebunden in konkrete Aufgaben (Parcours, Tanzen, etc.) oder Wettstreitszenarien (Teamsport, eigene Ziele o.ä.) ist.

Also suchen Sie sich das Bewegungstraining, das am besten zu Ihnen passt, bleiben Sie dran und vor allem: Haben Sie Spaß!

Und wie immer gilt natürlich: Zögern Sie nicht uns bei Fragen zu kontaktieren unter info@novapace.de

https://www.parkinson-aktuell.de/leben-mit-parkinson/sport-und-bewegung-bei-parkinson

http://www.leben-mit-parkinson.de/alltag/bewegung/

https://www.thieme.de/de/neurologie/parkinson-krankheit-bewegung-reinste-medizin-114054.htm

https://www.morbus-parkinson-aktuell.de/leben-mit-parkinson#sport

Parkinson – Eine Belastung für Angehörige?

Parkinson – Eine Belastung für Angehörige?

Krankheiten verändern Menschen. Doch nicht nur die Erkrankten, sondern auch die Angehörigen sind davon betroffen. Gerade Parkinson beeinträchtigt häufig neben den Erkrankten selbst auch Familie und Freunde. Doch wie geht man damit um? Und was genau ist eigentlich so belastend?

Nachfolgend stellen wir Ihnen die Hauptgründe für Belastung der Angehörigen vor und präsentieren neun Tipps zum Umgang mit Parkinson im persönlichen Umfeld.

Was ist für Angehörige eigentlich belastend an Parkinson?

Vorab erst einmal die Information: Nicht alles an der Erkrankung ist belastend. Und doch können einige der Symptome von Morbus Parkinson, sowie manche Nebenwirkungen der Medikamente, für erschwerte Bedingungen für alle Betroffenen sorgen.

Zu diesen Symptomen gehören einerseits Verlangsamung und Mühsamkeit der Motorik, Muskelsteifheit und das Tremor-Zittern. Doch auch psychische Veränderungen wie depressive Verstimmungen, Ängstlichkeit und in manchen Fällen auch Demenz stellen potenzielle Probleme dar. Auch kognitive Defizite können für Konflikte sorgen.

Dazu kommen, wie bereits erwähnt, Nebenwirkungen der Medikamente, wie beispielsweise Halluzinationen.

Weiterhin gibt es Krankheitssymptome wie den veränderten Sexualtrieb oder Schlafstörungen, die gerade Paare stark belasten können. Hier sind die PartnerInnen sogar aktiv betroffen.

Wie geht man mit diesen Belastungen um?

Meist übernehmen gerade in der Anfangsphase die Partnerin oder der Partner, häufig auch Kinder oder entferntere Verwandte und/oder FreundInnen die Pflege. Das ist für den Anfang auch gut so: Die Krankheit schreitet langsam voran und es wird nicht immer direkt professionelle Pflege benötigt. Dabei gilt es jedoch, ein paar Dinge zu beachten:

  1. Eine frühzeitige, zu starke Entlastung der/des Erkrankten sollte vermieden werden. Als Pflegende/r kommt man schnell an seine Grenzen, wenn man der/dem Gepflegten schon von Anfang an alle Aufgaben abnimmt. Nehmen Sie immer nur das Nötigste ab und lassen Sie Freiräume und Selbstständigkeit.
  2. Wenn möglich, sollte eine 24-Stunden-Bereitschaft der/des Pflegenden verhindert werden. Die Belastung durch eine dauerhafte Alarmbereitschaft ist nicht zu unterschätzen; als Betroffene/r gilt es: Auszeiten nehmen und Aufgaben an andere vergeben.
  3. Versuchen Sie als Pflegende/r die Erkrankung zu verstehen. Informieren Sie sich und machen Sie sich bewusst, was geht und was nicht. Hier können Selbsthilfegruppen und Gespräche mit ÄrztInnen unterstützen. Durch das Verständnis für die Krankheit können Sie auftretende Symptome besser einordnen und Missverständnisse vermeiden: Zum Beispiel kann eine beeinträchtigte Mimik zum üblichen Symptom der versteinerten Miene führen, was dann häufig wegen des ausbleibenden Lächelns zum Dank als fehlende Wertschätzung aufgefasst wird.
    Auch die Unterschiede in der Ausprägung von Parkinson zwischen On- und Off-Phasen sollten genau wie der richtige Umgang damit bekannt sein.
  4. Geben Sie den Erkrankten Zeit. Durch die Erkrankung ist vieles verlangsamt. Das heißt nicht, dass die/der Erkrankte die Aufgabe gar nicht mehr erfüllen kann. Sie sollten Arbeit nur abnehmen, wenn es nicht anders geht. Sonst wirkt ein Eingreifen oft demotivierend, beeinträchtigt die Selbstständigkeit und fördert dadurch Passivität und den emotionalen sowie körperlichen Rückzug.
  5. Seien Sie gemeinsam aktiv. Vielleicht finden Sie eine Sportart, die beiden Spaß macht. Oder Sie gehen gemeinsam spazieren. Motivieren Sie die/den Erkrankten zu Aktivität, Bewegung und Selbstständigkeit.
  6. Hinterfragen Sie als Pflegende/r immer wieder die Gesamtsituation: “Kann und will ich die Situation so weiterführen wie bisher? Brauche ich Hilfe?” Die Frage, ob man sich Hilfe sucht sollte auch für die Angehörigen kein Tabu sein.
  7. Suchen Sie sich auch als Angehöriger Unterstützung. Es ist keine Schande, bei weiteren Angehörigen um Hilfe zu bitten, sie stärker einzubinden. Schon das Abnehmen einfacher Aufgaben, wie Einkäufe oder Unterstützung bei der Haushaltsplanung, kann Wunder bewirken. Auch psychologische Betreuung und Parkinson-Selbsthilfegruppen können dabei helfen, dass man sich mit seiner Last nicht allein und überfordert fühlt. Bei Portalen wie https://www.pflegen-und-leben.de/pflegen-und-lebende.html finden Betroffene ebenfalls Unterstützung.
    Ganz allgemein gilt: Die Last auf möglichst viele Schultern verteilen.
  8. Kommunikation ist der Schlüssel. Vermeiden Sie übertriebene Rücksichtnahme. Stattdessen sollten Sie eher darüber reden, was konkret an Arbeit abgenommen werden soll und was nicht. Sprechen Sie offen über Konflikte. Reden Sie auch mit Freunden und/oder weiteren Angehörigen über Konflikte und die Belastung und den Druck für Sie selbst.
  9. Achten Sie als Pflegende/r auf sich selbst! Vergessen Sie bei all dem Unterstützen, Organisieren und Helfen nicht sich selbst. Die Gefahr für Sie als Angehörige, an einem Burn-Out zu erkranken ist real und sollte nicht vernachlässigt werden. Gönnen Sie sich Auszeiten, nehmen Sie sich selbst den Druck und versuchen Sie, Hobbies nachzugehen und auch noch ein eigenes Leben zu führen! Und vergessen Sie nicht: Sie sind nicht allein.

Sie sehen: Es gilt, vieles zu beachten und bewusst zu handeln – beziehungsweise nicht zu handeln. Doch am wichtigsten: Vergessen Sie dabei nicht sich selbst.

https://www.parkinson-web.de/content/behandlung/begleittherapie/angehoerigenarbeit/index_ger.html, Dr. med. Ilona Csoti, Chefärztin der Gertrudis-Klinik, Leun-Biskirchen

http://www.leben-mit-parkinson.de/alltag/thema-des-monats/angehoerige/

Blog 10 – 04/19 – Zwischen Messen und messen

Blog 10 – 04/19 – Zwischen Messen und messen

Zu allererst die gute Nachricht: Die Patentanmeldung ist eingereicht und wir warten nun auf die Antwort der Recherche.

Und nun die bessere Nachricht: März und April waren durchweg erfolgreich für novapace. Der März begann direkt mit zwei parallel laufenden Veranstaltungen. Patrick vertrat das Team beim Pitch Marathon in Berlin während Lukas und Simon auf dem deutschen Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen den Messestand von novapace betreuten.

Beide Veranstaltungen waren für uns sehr erfolgreich: Beim Pitch Marathon in Berlin konnten wir uns mit 41 weiteren Startups messen und erhielten als Sonderpreis eine Einladung zum HLaN Meetup, einer Veranstaltung zur Kontaktaufnahme für Startups und Krankenkassen. Außerdem wurde uns ein Gutschein für eine teilweise Kostenübernahme für klinische Studien ausgestellt!

Patrick bei der Preisverleihung des Sonderpreises

Auch beim Deutschen Parkinson Kongress in Düsseldorf, unserer ersten Messe als Aussteller, konnten wir Erfolge feiern. Die Rückmeldungen der Verbände der Parkinson-Selbsthilfegruppen waren durchweg positiv und auch ÄrztInnen, Physio- und ErgotherapeutInnen waren durchweg interessiert. Wir erhielten viele hilfreiche Denkanstöße, Ideen und Tipps und sind bereits in Folgegesprächen für mögliche Studien.

Simon in Gesprächen beim Deutschen Parkinson Kongress

Auch die Fachvorträge waren enorm hilfreich um ein besseres Veständnis für die Erkrankung, weitere Anwendungsmöglichkeiten unseres Produktes und auch die aktuelle Forschung in diesem Bereich zu erhalten.

Weiter ging es direkt in der folgenden Woche beim Cashwalk in München. Dort konnten wir neben unserem Pitch und dem Austausch mit weiteren Startups auch Kontakte zu Investoren knüpfen, mit denen wir inzwischen auch in vertiefende Gespräche eingestiegen sind.

In der darauffolgenden Woche ging es für Lukas und Simon nach Berlin zum Intensiv-Workshop und der Preisverleihung von Science4Life. Dort wurden wir vorab als eines von 20 Finalistenteams von einer Fachjury ausgewählt. In einem halbtägigen Einzel-Coaching und einem halbtägigen Workshop wurden uns in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet und strategische Fragen diskutiert. Das anschließende abendfüllende Event in der hessischen Landesvertretung zur Preisverleihung war dann ebenfalls für uns von Erfolg gekrönt und wir gingen stolz als einer der Preisträger wieder nach Hause.

Simon und Lukas bei der Prämierung des Science4Life Venture Cups in der Konzeptphase
Lukas und Simon beim Networking

Im Anschluss an das Nachbereiten der vielen Veranstaltungen ging es in der letzten Märzwoche dann endlich wieder an die Produktentwicklung. Und was sollen wir sagen…nachdem wir uns selbst mit anderen Startups gemessen haben und erste Erfahrungen als Aussteller auf Messen sammeln konnten, kann nun auch der aktuelle Prototyp der novapace-Einlegesohle Druckverteilung und Fußbewegungen im Raum messen.

Inzwischen haben wir die Elektronik in einer flexiblen Platine umgesetzt, sodass wir die Basis für eine kompakte Sohle gelegt haben.

Weiter mit Messen ging es in der ersten Aprilwoche in Hannover auf der Hannover Messe. Dort konnten wir uns als Aussteller über fünf Tage im Gemeinschaftsstand hessischer Hochschulen der Öffentlichkeit präsentieren. Neben namhaftem Besuch, wie dem parlamentarischen Staatssekretär Dr. Michael Meister, konnten wir uns auch beim Science Square vorstellen, mit potenziellen Produktionspartnern sprechen und viele Interessante Gespräche und Diskussionen führen.

Das gesamte Team in ein Gespräch vertieft

Nach einiger Nachbereitung, einem Sprint zur Fertigstellung unseres Businessplans für die nächste Phase des Science4Life-Venture Cups und einem weiteren Coaching geht es für uns nun in die kurze Osterpause.

In der hoffnungsvollen Zuversicht, auch im April wieder messbare Erfolge vorweisen zu können: Vielen Dank für’s Lesen und bis dann!

Blog 9 – 03/19 – Der vielseitige Alltag

Blog 9 – 03/19 – Der vielseitige Alltag

Wie in den letzten Monaten schon angedeutet, standen im Februar vier große Themen auf unserer Liste:

  • Patentanmeldung
  • Wettbewerbe und Investments
  • Messen und Kongresse
  • Produktentwicklung

Zusätzlich dazu hatten wir Anfang Februar unsere Zwischenpräsentation zum EXIST-Gründerstipendium. Dabei stellten wir vor Vertreterinnen von HIGHEST, dem Gründungszentrum der TU Darmstadt, einem Wirtschaftspaten und einer Vertreterin der Barmer Krankenkasse unser Projekt vor und erhielten wertvolles Feedback.

Patentanmeldung

In Bezug auf die Patentanmeldung sind wir inzwischen so weit, dass wir den Stand der Technik ausführlich recherchiert und in Zusammenarbeit mit unserem Patentanwalt ausgearbeitet haben. Daraus abgeleitet erarbeiteten wir zurzeit gemeinsam mit dem Patentanwalt die Patentansprüche und die Beschreibung. Voraussichtlich innerhalb der nächsten 14 Tage werden wir dann die Anmeldung fertigstellen.

Finanzierung

Zur Finanzierung zählen wir bei uns intern neben dem Thema Investments auch die im Januar recherchierten Wettbewerbe und Accelerator-Programme, da sie uns über das meist gut ausgebaute Netzwerk Zugang zu möglichen Investments bieten. Gerade diese Wettbewerbe meist auch mit Veranstaltungen verknüpft sind, sind sie für uns so interessant.
Umso mehr freuen wir uns, dass wir die Top20 im Science4Life Wettbewerb in der Konzeptphase erreicht haben und zu einem Coaching in Berlin im März eingeladen wurden.
Parallel zum Deutschen Parkinson Kongress in der ersten Märzwoche sind wir außerdem beim Pitch Marathon in Berlin vertreten, wo wir vor Investoren und einer Jury pitchen.
Auch zum Cashwalk in München wurden wir eingeladen, einem Event, bei dem wir unser Unternehmen vor über 80 Investoren vorstellen. Parallel läuft außerdem das Polar Bear Pitching in Finnland, bei dem wir ins Halbfinale eingezogen sind. Leider mussten wir uns für eine der beiden Veranstaltungen entscheiden und werden zum Cashwalk nach München fahren.

Neben all diesen Events trafen wir uns im Februar auch mit Vertretern des High-Tech Gründerfonds und der Business Angel Frankfurt-Rhein-Main zu ersten Einführungs- und Informationsgesprächen, unter anderem im Rahmen der Aufschwung-Messe und konnten dort hilfreiches Feedback einholen und uns auf das nächste Pitch-Event im April vorbereiten.

Der Deutsche Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen

Das Event, auf das wir schon lange hinarbeiten rückt nun immer näher. Das Programm sieht vielversprechend und interessant aus, wir haben bereits mögliche Gesprächspartner kontaktiert und unser Messestand ist vom Aufsteller über ein App-Mockup bis hin zu Flyern und einer Vitrine geplant und vorbereitet.

Wir freuen uns riesig und sind gespannt, welche neuen Einblicke in die Parkinsonerkrankung selbst es gibt, welche Neuheiten im Bereich von Therapie und Medikation für Betroffene aufkommen und welche Rückmeldung wir zu unserer Entwicklung erhalten.
Infos zum Verlauf der Veranstaltung und unserem Messestand gibt es natürlich auch bei Facebook, Twitter und LinkedIn.

Produktentwicklung

Und als wäre das alles nicht genug zu tun, wollen wir ja auch noch ein ideales Produkt entwickeln. Hier konnten wir im Februar große Erfolge feiern und haben unsere nächste Prototyp-Generation technisch fertiggestellt. Nun arbeiten wir am Fein-Tuning und lösen durch ständige Tests schrittweise verschiedenste Teilprobleme nach dem Vorbild eines „Lean-Startups“.

Sonstiges

Doch was wäre ein vielseitiger Monat ohne sonstige Themen. Spannende Termine, wie z.B. ein Kennenlernen der Zühlke Gruppe, die vielseitige Dienstleistungen von der Produktentwicklung bis zur Zulassung anbieten, die schon angesprochene Aufschwung Messe, ein Treffen mit dem Leiter des Sanitätshauses Behrmann in Darmstadt, der uns viele unserer brennenden Fragen beantworten konnte oder konkretisierende Gespräche bezüglich möglicher gemeinsamer Studien. All das und noch viel mehr machte den vielseitigen Alltag im Februar aus.

Krankheitsstadien und Symptome bei Morbus Parkinson

Krankheitsstadien und Symptome bei Morbus Parkinson

Die Erkrankung Morbus Parkinson kennt viele Ausprägungen: Die bekanntesten, Muskelsteifheit, Unbeweglichkeit und Zittern, sind nur einige davon.

Nachfolgend zeigen wir Ihnen eine Übersicht über die am häufigsten auftretenden Symptome und geben Ihnen außerdem eine Einführung in die Hoehn und Yahr Skala, die verschiedene Stadien der Erkrankung unterscheidet. Außerdem stellen wir Ihnen kurz die UPDRS Skala vor, die eine Einstufung der Parkinsonerkrankung anhand verschiedenster Symptome zulässt

Bitte achten Sie darauf, dass beide hier vorgestellten Skalen nicht zur Selbstdiagnose geeignet sind, sondern Ihnen helfen sollen zu verstehen, wie Ihre behandelnden Ärzte und Ärztinnen vorgehen und nach welchen Kriterien Sie Morbus Parkinson kategorisieren und die Schwere der Erkrankung einordnen.

Symptome der Parkinson-Erkrankung

Ein häufig auftretendes Symptom bei Parkinson ist die Muskelsteifheit, auch Rigor genannt. Aufgrund der Erkrankung weist die Muskulatur eine höhere Grundspannung auf. Diese Grundspannung und Steifheit ist auch der Auslöser für die typische gebeugte Körperhaltung.

Die Unbeweglichkeit, auch Akinesie oder Akinese genannt, beschreibt nicht nur die völlige Bewegungsunfähigkeit, sondern auch Bewegungsarmut und die Langsamkeit von Bewegungen. Eine der Folgen der Akinesie ist auch das tpyische versteinert wirkende, maskenhafte Gesicht bei Parkinsonerkrankten.

Das für Parkinson typische Zittern, der Tremor, sorgt für starke Beeinträchtigungen, da es sowohl in Anspannung als auch in Ruhe auftritt.

Folgen von Tremor, sichtbar gemacht durch das Zeichnen einer Spirale [Quelle]

Neben Akinesie, Rigor und Tremor tritt außerdem die Dyskinesie auf. Die Dyskinesie beschreibt unwillkürliche Bewegungen, welche auch als Nebenwirkung der L-Dopa Behandlung auftreten können. Sie kann daher nicht immer der Parkinson-Erkrankung zugeschrieben werden.

Die sogenannte posturale Instabilität beschreibt im Allgemeinen Geh- und Haltungsstörungen. Diese äußern sich bei den Betroffenen meist in kleinen Tippelschritten, welche wiederum zu erhöhter Sturzgefahr führen.

Typische Körperhaltung bei Parkinsonerkrankten im fortgeschrittenen Stadium [Quelle]

Auch Schluck- und Verdauungsstörungen, wie beispielsweise Sodbrennen oder Verstopfungen können auftreten. Blasenfunktionsstörungen sowie Errektionsstörungen treten ebenfalls als typische Symptome auf.

Der Kreislauf Betroffener ist durch Morbus Parkinson ebenfalls beeinflusst. So tritt häufig beim Aufstehen ein starker Blutdruck-Abfall auf, der in Schwindel resultiert und die Gehprobleme weiter verstärkt.

Außerdem belasten Schlafstörungen die Betroffenen meist enorm.

Die meist leiser werdende Stimme sorgt häufig auch für Probleme in der sozialen Interaktion.

In späteren Krankheitsstadien tritt außerdem Freezing auf (englisch für „Einfrieren“). Mit Freezing sind Gehblockaden gemeint, die das Initiieren von Bewegungen, insbesondere beim Gehen erschweren oder gar unmöglich machen.

https://www.parkinson-web.de/content/was_ist_parkinson/symptome/brady__hypo__und_akinese/index_ger.html

http://www.vitanet.de/krankheiten-symptome/morbus-parkinson/symptome

Hoehn und Yahr Skala

Die Hoehn und Yahr Skala wurde 1967 von den amerikanischen gleichnamigen Ärzten veröffentlicht und dient als Standard zur Kategorisierung der Stadien der Parkinsonerkrankung. Heute wird vor allem die modifizierte Skala genutzt, da diese eine genauere Einteilung zulässt.

0 keine Anzeichen der Erkrankung
1 einseitige Symptome
1,5 einseitige Erkrankung, Beteiligung der Körperachse
2 beidseitige Erkrankung ohne Gleichgewichtsstörung
2,5 leichte beidseitige Erkrankung mit Ausgleich beim Zugtest (zur Standsicherheit)
3 leichte bis mäßige beidseitige Erkrankung mit leichter Haltungsinstabilität; PatientIn ist körperlich unabhängig
4 starke Behinderung, PatientIn kann noch ohne Hilfe laufen oder stehen, ist allerdings deutlich eingeschränkt
5 PatientIn kann ohne fremde Hilfe weder laufen noch stehen, ist auf einen Rollstuhl angewiesen oder sogar bettlägerig

Diese Skala kann Ihnen helfen, sich und die Krankheit Morbus Parkinson besser einzuschätzen. So fällt es Ihnen leichter, zu verstehen wie sich die Krankheit entwickelt. Die Einteilung anhand der Skala sollte durch einen Arzt/eine Ärztin vorgenommen werden.

Movement Disorder Society Task Force Report on the Hoehn and Yahr Staging Scale: Status and Recommendations

UPDRS

Die UPDRS (Unified Parkinson’s Disease Rating Scale) dient der Beobachtung des Krankheitsverlaufs bei Parkinson. Durch Interviewfragen zu den parkinsontypischen Symptomen wird eine Punktzahl zwischen 0 und 199 erreicht, wobei 0 keiner Einschränkung und 199 der Erkrankung im Endstadium entspricht.

Bei der Einteilung wird zwischen Symptomen in vier verschiedenen Kategorien unterschieden:

  1. Kognitive Funktionen, Verhalten und Stimmung (z.B. Motivation, Depression, intellektuelle Einschränkung)
  2. Aktivitäten des täglichen Lebens (getrennt nach On/Off Phase, z.B. Handschrift, Schlucken)
  3. Motorik (z.B. Mimik, Sprache oder Ruhetremor)
  4. Komplikationen in der Behandlung (z.B. Häufigkeit von Dyskinesien)

Da die UPDRS sehr umfangreich ist, verzichten wir an dieser Stelle auf eine vollständige Auflistung aller Interviewfragen. Bei Interesse können Sie diese hier nachlesen: https://www.neurologienetz.de/fachliches/skalen-scores/updrs-unified-parkinsons-disease-rating-scale/

Auch hier gilt: Die Einteilung mithilfe der Skala sollte durch eine Ärztin/einen Arzt vorgenommen werden. Eine hohe Punktzahl ist nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung.

Zusammenfassung

Im diesmaligen Blog-Artikel haben Sie einen zugegebenermaßen recht trockenen und sachlichen Überblick über die üblichsten Symptome bei Morbus Parkinson erhalten. Außerdem wurden Sie mit zwei Skalen bekannt gemacht, die Ihre behandelnden ÄrztInnen voraussichtlich nutzen, um den Krankheitsverlauf einzuordnen. So können auch Sie nun besser verstehen, nach welchen Kriterien die Krankheit eingeordnet wird und wie sich das Fortschreiten von Parkinson bemerkbar macht.

Blog 8 – 02/19 – Neues Jahr, erneuerte Strukturen

Blog 8 – 02/19 – Neues Jahr, erneuerte Strukturen

Nachdem sich das Jahr 2018 nach turbulentem Oktober und November im Dezember erwartungsgemäß etwas entschleunigte, ging es im Januar wieder richtig los: Ein lehrreiches Coaching, unser Prototyp befindet sich auf der Zielgeraden, die Patentanmeldung nimmt richtig Fahrt auf und die Termine für die Wettbewerbsanmeldungen im Jahr 2019 festigen sich nach und nach.

Nach einer kurzen Anlaufphase starteten wir in der zweiten Januarwochen direkt mit einem Coaching, Eigentlich wollten wir uns zum Thema SCRUM coachen lassen, einem aus der Software-Entwicklung stammenden Prinzip für Arbeitsorganisation und Projektmanagement. Unser Coach ist dann allerdings so stark individuell auf uns und unsere teaminternen Baustellen eingegangen, dass uns das Coaching weitaus mehr gebracht hat als ein stupider SCRUM Workshop es jemals hätte können: Vieles machten wir schon vor dem Coaching richtig, doch einige Kleinigkeiten boten deutliches Optimierungspotienzial. So haben wir uns auf neue Kommunikationsregeln in Zusammenhang mit Whatsapp, Slack, Trello und Skype geeinigt, wir restrukturierten unser Trello-Board und unseren Slack Channel und nahmen so ziemlich jeden Vorschlag des Coaches dankend auf.

(kurzes Vorwegnehmen an dieser Stellen: Bisher läuft es sehr gut und die angepassten Strukturen unterstützen uns im Arbeitsalltag enorm)

Neben den neuen Strukturen bot uns der Januar vor allem eines: neue Wettbewerbe! Wir investierten einige Zeit in die Suche, das Sortieren und Auswählen passender Wettbewerbe für uns. Von Pitch-Terminen vor Publikum oder Investoren über Wettbewerbe mit Preisgeldern bis hin zu Accelerator-Programmen haben wir in so ziemlich jeder Kategorie Bewerbungsfristen und Anforderungen gesammelt. Die Vorarbeit ist nun also getan, die Anmeldungen können beginnen…

Diagnose Parkinson – Was jetzt?

Diagnose Parkinson – Was jetzt?

Nachdem wir Sie in unseren Blogs zum Fortschreiten unseres Projekts regelmäßig auf dem Laufenden halten, starten wir hier und jetzt mit einer neuen Informationsreihe:

Wir schreiben über Parkinson und die Auswirkungen, die die Erkrankung auf die Betroffenen hat:

Die Diagnose Morbus Parkinson wirft viele Betroffene aus der Bahn. Erkrankte und Angehörige sind meist geschockt und wissen nicht, wie sie mit der neuen Situation umgehen sollen. Nicht selten werden die Erkrankten aggressiv aus Angst vor dem Ungewissen und Ärger über die neuen Probleme. Dazu kommen dann Nebenwirkungen der einzunehmenden Medikamente wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen.

https://www.morbus-parkinson-aktuell.de/angehoerige

Es ist also offensichtlich nicht ganz einfach, weder für die Erkrankten selbst, noch für die Angehörigen. Als Hilfestellung möchten wir hier 3 Tipps geben, wie Sie als Erkrankte/r bzw. Angehörige/r mit der neuen Lebenssituation umgehen können.

1. Immer mit der Ruhe

Kurz nach der Diagnose prasseln die Informationen von allen Seiten nur so auf die Sie ein. Egal ob Sie selbst erkrankt oder eine/r der Angehörigen sind, keiner weiß mit der Situation umzugehen, Arzt und Internet schaffen vermeintliche Abhilfe. Nicht selten endet dies in einer Flut von Informationen, die es noch zusätzlich zur emotional angespannten Situation zu verarbeiten gilt. Nehmen Sie sich die Zeit, alles erst einmal sacken zu lassen.

2. Fakten

Nach dem ersten Schock gilt es, sich einen sachlichen Überblick über die Situation zu verschaffen. Damit dies nicht wieder in einer Überschwemmung an Informationen endet, finden Sie hier einen kurzen Überblick über alles Wichtige:

Die Krankheit:

  1. Parkinson ist (Stand heute, Januar 2019) nicht heilbar, sehr wohl jedoch behandelbar.
  2. Die Lebenserwartung von ParkinsonpatientInnen liegt nicht unter der von gesunden Menschen.
  3. Je früher Parkinson diagnostiziert wird, desto besser.
  4. Die Auswirkung der Krankheit auf Ihren Alltag wird sich vergrößern, die Symptome werden bemerkbarer.

Die Behandlung:

  1. Behandlung durch Medikamente
    • L-Dopa wird verwendet um den verringerten Dopaminspiegel wieder aufzuheben. Die Wirkung von L-Dopa wird bei dauerhafter Einnahme nachlassen, die Dosis muss also immer weiter erhöht werden.
    • häufig wird L-Dopa mit weiteren Medikamenten (wie Decarboxylase-Hemmern) kombiniert, um die benötigte L-Dopa-Menge zu verringern
    • Es gibt Dopamin Agonisten, also Dopamin-Nachahmer, bei denen der Effekt der nachlassenden Wirkung von L-Dopa ausbleibt. Leider ist die Einnahme dieser Medikamente oft mit unschönen Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen, Übelkeit oder Psychosen und Schläfrigkeit verbunden.
  2. Behandlung durch Bewegung/Sprachtherapie:
    • Physio- und Ergotherapie, um Bewegungsabläufe zu üben und den Umgang mit ggf. eingeschränkter Beweglichkeit oder eingeschränkten motorischen Fähigkeiten zu bewerkstelligen. Insbesondere ist an dieser Stelle die BIG-Therapie zu nennen, bei der besonders ausladende, große Bewegungen der Verkleinerung der Bewegungen entgegenwirken sollen. Außerdem soll Bewegung bei der Bildung neuer Zellen helfen und unterstützt damit den durch Parkinson herbeigerufenen Verlust der Zellen im Gehirn.
    • Des Weiteren können durch gezielte Übungen und die Integration dieser Übungen in den Alltag beispielsweise auch Stürze vermieden werden
    • Weiterhin gibt es Therapiemethoden wie die Sprachtherapie, bei der gemeinsam mit LogopädInnen Sprachübungen durchgeführt werden um die Koordination von Atmung und Stimmproduktion sowie die Mundbeweglichkeit trainiert werden. So kann frühzeitig dem durch die Krankheit verursachten Stimmwandel entgegengewirkt werden.
  3. Behandlung durch Tiefe Hirnstimulation
    • Die Tiefe Hirnstimulation funktioniert, ähnlich wie ein Herzschrittmacher, in Form eines Hirnschrittmachers, wird allerdings meistens erst in späten Phasen eingesetzt. Durch die tiefe Hirnstimulation kann meist die Dosis L-Dopa deutlich reduziert werden.

3. Der Umgang mit der Erkrankung

Doch was kann man nun wirklich selbst tun, abseits von der Einnahme der Medikamente und konsequentem Bewegen?

Die Parkinson Disease Foundation hat 12 Tipps für Patienten und Angehörige veröffentlicht (siehe Abbildung).

https://www.parkinson-aktuell.de/_up/parkinson_aktuell_de_kopie/images/bb.gif

Sind Ihnen das zu viele, dann haben wir hier für Sie unsere sechs Punkte zum Umgang mit Parkinson aufgelistet:

1. haben Sie Geduld

Seien Sie geduldig mit sich selbst und auch mit Ihren Angehörigen und nehmen Sie sich nicht zu viel vor.

2. Sprechen Sie Probleme und Ängste offen an

Offenheit in Zusammenhang mit der Krankheit hilft beim Umgang damit und unterstützt auch alle Betroffenen dabei, herauszufinden, wie am besten mit Ihnen umzugehen ist.

3. Lernen Sie, die Erkrankung und ihre Folgen zu akzeptieren und glauben Sie an sich selbst.

So schwierig es klingen mag: Parkinson gehört nun zu Ihnen. Lassen Sie sich nicht unterkriegen.

4. Bleiben Sie aktiv

Bewegung und Aktivität ist nicht nur für Ihre körperliche, sondern auch ihre seelische Gesundheit enorm wichtig. Übernehmen Sie sich nicht, schon kurze aber regelmäßige Spaziergänge haben einen großen Einfluss. Sie reisen gern oder treiben gern Sport? Umso besser!

5. Holen Sie sich Unterstützung

Lassen Sie sich helfen. Bei fast allem, was sie alleine nicht schaffen, gibt es Hilfe und es ist keine Schande, sie anzunehmen.

6. Sie sind nicht allein!

Zwar mag die Ausprägung von Parkinson individuell sein, aber die Probleme, die die Krankheit mit sich bringt, sind für viele Betroffene sehr ähnlich. In Selbsthilfegruppen für PatientInnen oder Angehörige können Sie sich genau darüber austauschen und sich Tipps holen. Bauen Sie sich ein Netzwerk der Unterstützung aus Familie, Freunden und Bekannten auf und versuchen Sie auch mal, nicht immer an die Krankheit zu denken, sondern gemeinsame Zeit zu genießen.

Abschließend finden Sie einige Links, damit Sie sich nach eigenem Ermessen vertiefend informieren können:

https://www.parkinson-web.de/content/fuer_angehoerige/index_ger.html

https://www.parkinson-aktuell.de/leben-mit-parkinson/parkinson-angehoerige

http://www.leben-mit-parkinson.de/service/umgang-mit-der-diagnose/

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/parkinson-wenn-nichts-mehr-stillsteht-11042052.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

https://www.morbus-parkinson-aktuell.de/angehoerige

Blog 7 – 01/19 – ein Rückblick auf 2018

Blog 7 – 01/19 – ein Rückblick auf 2018

Es ist Januar 2019 und damit Zeit, ein bisschen zurückzublicken: Wo stehen wir eigentlich? Was haben wir bisher erreicht? Was steht an in den nächsten Monaten?

Das Jahr 2018 war vor allem eines: neu. Alle drei im Team haben wir unser Studium erfolgreich abgeschlossen und sind im Gegensatz zu den meisten unserer Freunde in das Projekt Selbstständigkeit gestartet. Vieles aus dem Studium konnten wir nutzen um uns zurecht zu finden, das meiste allerdings war für uns alle neu. Die Arbeit muss sich erst einmal einpendeln, was im Zusammenhang eines Startups nicht bedeutet, dass sich ein ruhiger Alltag einstellt; viel mehr bedeutet es, dass ein ständiger Wandel zum Standard wird.

Diesen Wandel nicht als Stress, sondern als tägliche Herausforderung für das Team und einen selbst zu sehen und daran zu wachsen, das ist das, worauf wir alle gemeinsam stolz sind.

Wie schon erwähnt, möchten wir an dieser Stelle nochmal erklären, wie wir eigentlich dort angekommen sind, wo wir heute stehen:

Wir haben uns als Team zusammengefunden, wurden Freunde, verteilten Verantwortlichkeiten, verteilten Aufgaben, verteilten Aufgaben neu, arbeiteten zusammen und an verschiedenen Orten und hatten letztendlich auch Erfolge, die nach außen hin sichtbar sind:

Nach der Idee von Patrick Ende des Jahres 2016 erreichte er beim TU Darmstadt Ideenwettbewerb 2017 den 3. Platz und schrieb 2018 seine Masterarbeit zur Modellierung der Posturalen Kontrolle bei Morbus Parkinson. Mitte 2018 starteten wir eine Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit unseres Prototyps in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen. Im August gewannen wir den Information Technology Award bei der Virginia Tech Global Entrepreneurs Challenge in den USA. Anschließend startete unser EXIST-gefördertes Jahr im September. Im November erreichten wir dann den 2. Platz beim Innovators Award des Elektronikkonzerns Arrow.

Auf all das sind wir sehr stolz. Und doch sind wir noch nicht so weit, wie wir gerne wären. Vieles läuft gut, aber manches fehlt eben auch noch. Wir als Team funktionieren, die laufenden Themen Patentierung, Finanzierung und Produktentwicklung sind noch weit entfernt davon, sie als beendet zu sehen. Im Sinne des oben angesprochenen Wandels: Es geht weiter voran!

Wir möchten an dieser Stelle unseren FreundInnen, Bekannten, Familien und weiteren UnterstützerInnen danken und wünschen uns, dass das Jahr 2019 genauso gut weiter läuft wie 2018.

Blog 6 – zwischen Events und Alltag

Blog 6 – zwischen Events und Alltag

Nach den Coachings und Workshops im Oktober ging der November mit ähnlichem Tempo weiter. Am ersten Freitag des Monats war Simon in Kassel beim Pitch Club Workshop, dessen Teilnahme wir im Rahmen des Finaleinzugs des Hessen Ideen Wettbewerbs gewonnen hatten. Hier wurde uns erneut bewusst, wie wenig ausgereift unser eigenes Pitch-Deck, also unsere Präsentationsfolien sind. Da diese Folien meistens mit dem Erstkontakt gegenüber Interessenten und InvestorInnen verknüpft sind, sollten sie eine gewisse Professionalität ausstrahlen und gleichzeitig alle wichtigen Informationen überbringen. Dementsprechend waren einige Aufgaben für die folgenden Tage/Wochen schon klar und vor allem deutlich akuter als wir es bis dahin auf dem Schirm hatten.

Während wir also unser Pitch Deck überarbeiteten und am nächsten Prototyp entwickelten, kamen zwei Veranstaltungen immer näher: der health-i Award und der Arrow Innovators Award.

Zum health-i Award von Techniker Krankenkasse und Handelsblatt waren wir als eines der Finalteams in unserer Kategorie eingeladen. Simon setzte sich also in den Zug nach Berlin und begab sich für einen sehr schicken und kurzweiligen Abend ins Berliner-Gesundheits-Netzwerk. Hier konnten einige enorm wichtige Kontakte geknüpft, neue Einblicke gewonnen und hilfreiches Feedback gewonnen werden.

Zeitgleich waren Patrick und Lukas in Neu-Isenburg beim Arrow Innovators Award und vertraten novapace im dazugehören Wettbewerb. Auch hier konnten wir enorm wichtige Kontakte im Bereich der Mikroelektronik knüpfen und vertiefen und zusätzlich dazu den 2. Platz erreichen!

 

Weiter ging es am 15.11. beim Hessen Ideen Abschlussabend in Frankfurt. Dort pitchte Patrick und erhielt erneut positives Feedback zu unserer Idee und der Umsetzung, sowie zum fortgeschrittenen Stand der Entwicklung.

Gegen Ende des Monats, am 28.11. pitchte dann Simon im Rahmen des 17. Pitch Clubs in Frankfurt. Auch hier nahmen wir aufgrund unserer Finalistenstellung bei Hessen Ideen teil und konnten neben Ideen und Feedback auch mit potenziellen Investoren reden. Auch mit Mediengestaltern konnte erster Kontakt für mögliche Crowdfunding-Kampagnen aufgebaut werden.